Olive & Olivenöl und Gesundheit

Olive (Olea europaea) – Beschreibung: Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum, ist ein mittelgroßer Baum. Die mächtigen, weit auslaufenden Wurzeln des Olivenbaums reichen bis in eine Tiefe von 6 m. Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen.

Inhaltsstoffe: Sie enthält Wasser 50 %, Öl 22 %, Zucker 19,1 %, Zellulose 5,8 %,  Proteine 1,6 % und Bitterstoffe. 6 Kalorien (118 kcal/100 g) für eine grüne Olive gegenüber 15 Kalorien (294 kcal/100 g) bei einer schwarzen Olive!

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Öl und Blätter.

Wirkung von Olive & Olivenöl und Anwendung

Aus den Oliven wird in der Hauptsache Olivenöl gepresst.

olive olea europaea Olive & Olivenöl und Gesundheit &tagsDer Olivenbaum wird genutzt: als Nahrungsmittellieferant, durch seine Frucht, die weiterverarbeitet werden kann und als Lebensmittel genutzt wird. Direkt vom Baum ist die Olive jedoch wegen ihrer Bitterkeit kaum genießbar. Sie wird in eine Salzlake eingelegt, die ihr die Bitterstoffe entzieht, in der mediterranen Küche wird sie häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet. Ebenso wird aus ihr das Olivenöl gepresst, das vermutlich bekannteste Speiseöl. Es wird zum Braten und Kochen, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautkreme, verwendet.

Olive als medizinische Pflanze, speziell wegen seiner Blätter, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und das Immunsystem stärken sowie den Cholesterinspiegel senken. Das Öl ist gesund wegen des hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und verringert die Gefahr von Diabetes mellitus oder Krebs. Extra natives Olivenöl hat entzündungshemmende Wirkung. Der dafür verantwortliche Wirkstoff heißt Oleocanthal. Das Olivenöl soll einen großen Teil der gesundheitsfördernden Wirkung der sogenannten Kreta-Diät ausmachen.

Olivenöl ist ein wesentliches Element der Mittelmeerküche, wo es als Allzweckfett eingesetzt wird.

Kaltgepresstes Olivenöl galt schon in der Antike als Heilmittel, etwa gegen allerlei Hauterkrankungen äußerlich, oder gegen Entzündungen innerlich.

Heilwirkung: Olive und Olivenöl stärken Immunsystem und helfen bei Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck.

Der Ölbaum im Koran: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet: Die Lampe … Angezündet (wird die Lampe) von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte.“ (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur’an Al-Karim, Sure 24:35 „Das Licht“)

Nachtkerze

Nachtkerze Pflanze (Oenothera biennis) – Beschreibung: Die Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährige krautige Pflanze. Sie bildet eine auf dem Boden aufliegende Rosette mit fleischiger Pfahlwurzel. Im zweiten Jahr erhebt sich daraus ein blütenreicher, traubig verzweigter und drüsig behaarter Blütenstand, der etwa einen Meter hoch, oftmals aber auch – bei idealem Standort – bis zu zwei Meter hoch wird. Dieser Blütenstand trägt etwa zwei bis drei Zentimeter lange, intensivgelbe Stieltellerblüten, die vierzählig sind und in der Achsel eines Tragblattes sitzen.

Inhaltsstoffe: Nachtkerze enthält in Samen: Fettsäuren (Gamma-Linolensäuren); in Blätter: Gerbstoffe; in Wurzeln: Stärke, Eiweiss, Mineralstoffe

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel und Fettes Öl der Samen (Nachtkerzenöl).

Wirkung von Nachtkerze & Nachtkerzenöl Wirkung und Anwendung: Die Blätter kann man als Tee innerlich oder äusserlich als Kompresse anwenden. Zerstoßen können die Samen direkt auf die Haut bei Ausschlägen aufgebracht werden.

In der Naturheilkunde hat heute vor allem das Nachtkerzenöl eine Bedeutung. Dieses aus den Samen der Nachtkerze gewonnene fette Öl wird zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung von Neurodermitis innerlich eingesetzt.

Von der Gemeinen Nachtkerze sind neben der Wurzel auch die Blätter, die Blüten und die Samen essbar. Die Wurzel kochte man wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken in Fleischbrühe. Die gekochten Wurzeln wurden gelegentlich auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Geerntet werden die rübenförmigen Wurzeln vom Herbst des ersten Jahres (Rosettenstadium) bis zum Frühjahr. Ähnlich wie andere alte Gemüsepflanzen ist auch die Gemeine Nachtkerze aus der Mode gekommen. In der modernen Küche werden die Blütenblätter jedoch gelegentlich als essbare Dekoration verwendet.

Heilwirkung: Neurodermitis, Juckreiz, Schuppung oder Rötung können durch die Einnahme oder das Auftragen auf die Haut gebessert werden. Präparate aus dem Nachtkerzenöl werden auch als diätetisches Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Auch hilft bei Regelbeschwerden der Frau.

Blätter wirkt adstringierend, beruhigend und hilft bei Durchfall, Husten, Asthma, Bluthochdruck, Gicht, Ekzem, Quetschung, Magenbeschwerden, Darmbeschwerden, Wechseljahrsbescherden. Die Samen hilft gegen Arteriosklerose und Hautprobleme wie Ekzeme.

Nachtkerzenöl Nebenwirkungen: Der Einsatz von Nachtkerzenöl hat nur geringe oder keine Nebenwirkungen. Bei der Einnahme von Nachtkerzenöl treten gelegentlich Übelkeit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen auf; Überempfindlichkeitsreaktionen werden selten beobachtet. Auch sind allergische Hautreaktionen beobachtet worden. Es besteht der Verdacht, dass Nachtkerzenöl Anfälle bei Epileptikern begünstigt.

Lein

Lein (Linum usitatissimum) – Beschreibung: Der Gemeine Lein ist eine einjährige Pflanze (Therophyt), die eine Wuchshöhe von 20 bis 100 Zentimetern erreicht.

Die stiellosen Laubblätter stehen wechselständig. Sie sind zwei bis drei (selten vier) Zentimeter lang und 1,5 bis drei (sechs) Zentimeter breit. Die Fruchtstiele stehen aufrecht und tragen eine sechs bis neun Millimeter lange Kapsel. Die Samen sind 4 bis 4,9 (6,5) Millimeter lang und 2,5 bis drei Millimeter breit. 2005 war der Lein in Deutschland die Heilpflanze des Jahres

Inhaltsstoffe: Leinsamen sind reich an Fetten, Proteinen, Ballaststoffen, Schleimstoffen und Vitaminen (B1, B2, B6. E. Nicotin-, Fol- und Panthotensäure).

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die Samen, das aus den Samen gewonnene Leinöl, Blätter und Blüte.

lein linum usitatissimum Lein &tagsLein Wirkung und Anwendung: Aus den Samen kann man einen Tee aufbrühen, der eine positive Wirkung auf die Harnsysteme hat.

Leinsamen haben daher Bedeutung bei der Behandlung der chronischen Obstipation (Verstopfung) und als diätetisches Nahrungsergänzungsmittel.

Der als Nebenprodukt entstehende Werg (Kurzfasern) kann zu Papier verarbeitet werden. Er findet in Polstermöbelfüllungen, Verbundwerkstoffen und Dämmstoffen Verwendung. Die Schäben werden unter anderem in Pressspanplatten als Füllstoff verarbeitet, auch als Tiereinstreu verwendet. Das Leinwachs fällt im Staub an, kann leicht isoliert werden und findet in der Kosmetik und Pharma-Industrie Verwendung.

Lein und Leinöl Heilwirkung: Lein wirkt abführend, einhüllend, erweichend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend und hilft bei Verstopfung, Drüsenschwellungen, Halsschmerzen, Geschwüre, Furunkel, Kehlkopfentzündung, Krebsvorbeugung, Sodbrennen, Schnupfen, Zahnschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Krebsvorbeugung, Heiserkeit.

Lavendel

Der Echte Lavendel Pflanze (Lavandula angustifolia) – Beschreibung: Echter Lavendel hat lanzettliche, graugrüne Blättchen, die unten weißfilzig behaart sind und sich am Rand leicht einrollen. Die in Scheinquirlen angeordneten Blüten haben je sechs bis zehn violette Blätter, die für beruhigende Kräutertees und in Duftkissen verwendet werden. Der Halbstrauch kann bis zu einem Meter hoch werden.

Inhaltsstoffe: Lavendel enthält ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Flavonoide, Phytosterole, Saponin.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten und das aus den Blüten gewonnene ätherische Öl.

Lavendel Wirkung und Anwendung: Lavendel ist eine häufig in der Heilkunde und Parfümerie geschätzte Pflanzengattung. Dies gilt vor allem für den Echten Lavendel (Lavandula angustifolia). Kleine Säckchen mit Lavendelblüten werden häufig in Kleiderkästen gelegt, wo sie angenehm duften und vor Motten schützen sollen. Weiterhin wird aus den Blüten Lavendelöl hergestellt, entweder durch Schleppdestillation, oder indem die Blüten in Öl angesetzt werden, z. B. in Olivenöl. lavendel lavandula angustifolia Lavendel &tagsLavendel sagt man antiseptische und beruhigende Wirkung nach. Anwendungsgebiete für innerliche Anwendung können Unruhezustände, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden, wie Reizmagen oder nervöse Darmbeschwerden sein. Lavendelbäder erfrischen bei niedrigem Blutdruck und helfen bei Einschlafstörungen.

Ätherisches Lavendelöl wird mittels Schleppdestillation aus den blühenden Rispen mit Stängeln gewonnen.

Es setzt sich zusammen aus Linalylacetat, Linalool, Campher und Cineol. Seine Inhaltsstoffe sind 40 – 50 % Ester, 25 – 35 % Monoterpenole, Monoterpene, Sesquiterpene, Keton und Oxide.

Heilwirkung: Lavendel hat antiseptische und beruhigende Wirkung. Außerdem wirkt er blähungstreibend, harntreibend und krampflösend.

Der Echte Lavendel hilft bei Unruhezustände, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden wie Reizmagen oder nervöse Darmbeschwerden, niedriger Blutdruck. Er kann gegen Asthma, Herzbeschwerden, Husten, Kreislaufschwäche, Magenkrämpfe, Migräne, Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Wasseransammlungen, Gesichtsrose, Erysipel und Gürtelrose helfen.

Gänseblümchen

Gänseblümchen (Bellis perennis) – Beschreibung: Das Gänseblümchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze die Wuchshöhen bis zu 10 Zentimetern erreicht. Die Blätter wachsen in einer dichten Blattrosette. Sie sind spatelförmig bis verkehrt eiförmig oval geformt. Die Blätter sind zwischen einem und sechs Zentimeter lang und von olivgrüner Farbe.

Jede Blattrosette bringt von März bis Oktober ununterbrochen einzelne, gestielte Blütenkörbchen hervor.

Inhaltsstoffe: Die Röhrenblüten enthalten Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Inulin, Flavonoide und Schleim. Außerdem wurde in den Blüten, wie bei vielen Asteracae, das Apigenin-7 Glukosid Cosmosiin nachgewiesen.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Gänseblümchen Wirkung und Anwendung: Das Gänseblümchen wird gelegentlich als Futterpflanze sowie als Heilpflanze genutzt. gaensebluemchen bellis perennis Gänseblümchen &tagsDie Blüten können auch im Salat verwendet werden. Am besten schmecken die jungen Blättchen aus dem Inneren der Rosette. Auch die Blüten sind essbar. Die Knospen sowie die nur halb geöffneten Blüten schmecken angenehm nussartig, die geöffneten Blüten dagegen leicht bitter, wodurch sie sich vorrangig als Salatbeigabe eignen. Sauer eingelegt werden Knospen manchmal als Kapernersatz verwendet.

Bekannt ist die blutreinigende Wirkung des Gänseblümchens, welches traditionell als Heilmittel bei Hauterkrankungen und Leberleiden eingesetzt wird. Wegen der oben genannten Inhaltsstoffe ist es auch entwässernd, als Frühjahrskur und als Rheumamittel geeignet. In der Phytotherapie wird eine Tinktur aus der ganzen Pflanze, einschließlich Wurzel verwendet.

Gänseblümchen kann man wahlweise als Tee, Tinktur oder Frischpflanze anwenden.

Heilwirkung: Gänseblümchen wirkt blutreinigend, blutstillend, harntreibend, krampfstillend, schmerzstillend und hilft bei Appetitlosigkeit, Husten, Erkältungen, Verstopfung, Darmentzündung, Gicht, Rheumatismus, Wassersucht, Ödeme, Nierensteine, Blasensteine, Menstruationsbeschwerden, Weissfluss, Hautkrankheiten und Wunden.

Fenchel

Fenchel (Foeniculum vulgare) – Beschreibung: Fenchel ist eine zweijährige krautige Pflanze, die bis zu 150 cm hoch werden kann. Er hat eine knollenähnliche Speicherzwiebel mit Speicherblättern und benötigt einen warmen Standort mit nährstoffreichem Boden. Die grünen Blätter können fortlaufend geerntet werden.

Inhaltsstoffe: Fenchel enthält ätherische Öle (Frucht: trans-Anethol, Fenchon, Pinen, Camphen, Myrcen, Phellandren, Terpinen, cis-Anethol, Limonen, Terpinolen, Estragol, p-Cymol; Kraut: Phellandren, Pinen, cis-Anethol, Myristicin, Terpinen, Limonen; Wurzel: Dillapiol, Myrcen, Pinen, Phellandren, Terpinen, Myristicin, cis-Ocimen, Anethol), Kieselsäure, Mineralsalze, Stärke, Vitamin A, B und C. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze (Blätter) pro 100 g Frischegewicht beträgt 247,3 mg.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Wurzel.

Fenchel Wirkung und Anwendung: Die Samen und auch die Wurzel vom Fenchel wird besonders gern in Tees gegen Blähungen und Husten eingesetzt.

fenchel foeniculum vulgare Fenchel &tagsWeiterverarbeitet und genossen werden einerseits die Knollen (v.a. in Salaten, Gemüsegerichten und als Beilage zu gedünsteten Fischgerichten), andererseits die Samen, die mit dem Anis vergleichbar sind. Letztere werden manchmal als Gewürz in Schwarzbrot mitgebacken oder zu einem Tee aufgegossen, der beruhigend bei Magen- und Darmbeschwerden wirkt.

Medizinisch verwendete Sorten stammen ausschließlich aus Kulturen, da Wildsorten sich meist durch einen hohen Estragolgehalt auszeichnen.

Fenchel wirkt schleimlösend und Auswurf fördernd auf die Atemwege und hemmt ein bakterielles Keimwachstum.

Heilwirkung: Er wirkt antibakteriell, entspannend, harntreibend, krampflösend, blähtreibend, Darm-motilitätsfördernd, schleimlösend und hilft gegen Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Blähungen, Husten, Asthma, Bronchitis, Milchbildung, Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Kopfschmerzen, Bauchweh bei Kindern, Entzündungen am äußeren Auge, Menstruations fördernd und Wechseljahrsbeschwerden.

Eukalyptus Wirkung Und Anwendung

Eukalyptus (Eucalyptus globulus) – Beschreibung: Der Blaue Eukalyptus ist ein immergrüner Baum, der typischerweise 30 bis 35 Meter groß wird.

Der Blaue Eukalyptus blüht im Winter sowie zeitigem Frühjahr. Die Samen sind holzig und 1,5-2,5 cm groß. Der Baum hat kurzstielige Blüten sowie eine flache, gerippte, kugelförmige Frucht.

Inhaltsstoffe: Eukalyptus enthält ätherisches Öl, welches überwiegend aus Cineol besteht, Gerbstoffe, Triterpene.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Eukalyptus Wirkung und Anwendung

Aus den Blättern wird das bekannte Eukalyptusöl hergestellt. Dieses ätherische Öl enthält als Hauptwirkstoff 1,8-Cineol und als weitere Wirkstoffe Phellandren und Piperiton. Eukalyptusöl wird angewendet in der Behandlung der Virus-Grippe (Influenza) und des Hustens. Da das ätherische Öl in größeren Dosen lähmend auf Nervenzentren wirkt und auf der Haut heftig juckende Ekzeme hervorruft, gilt die Pflanze als Giftpflanze. Ihr Gefährlichkeitsgrad wird jedoch mit wenig giftig angegeben.

eukalyptus eucalyptus globulus Eukalyptus Wirkung Und Anwendung &tagsHeilwirkung: Eukalyptus wirkt schleimlösend und hilft bei Asthma, Bronchitis, Erkältung und Husten.

Wichtige Hinweise: Nicht bei Kindern unter 2 Jahren anwenden! und Bei Diabetikern nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden!

Eukalyptusöl Wirkung: Eukalyptus globulus ist Heilmittel nach dem Europäischen Arzneibuch und findet Anwendung bei Husten, Grippe (Influenza), Heiserkeit in Form von Eukalyptus-Bonbons (bzw. 3 Tropfen Eukalyptusöl auf ein Zuckerstück) oder mittels Inhalation (20 Tropfen) der einem heißen Wasserbad zugefügten Tropfen Eukalyptusöl aufsteigenden Dämpfe. Ferner wird es bei rheumatischen Beschwerden und Muskelschmerzen empfohlen.

Hauptverbindung im Eukalyptusöl ist das 1,8-Cineol (über 70%) , ferner sind 1-Pinen (Spuren bis maximal 9%), 2-Pinen (0-1,5%), Limonen (0-12%), Phellandren (0-1,5%) enthalten. Eukalyptusöl hat eine antimikrobielle Aktivität gegen Bakterien wie E. coli, Staphylococcus aureus, Streptococcus faecalis, Mycobacterium avium. Es wirkt fungizid gegen Candida tropicalis, Candida albicans, Aspergillus niger, Aspergillus aegypticus und andere.

Eibisch

Eibisch (Althaea officinalis) – Beschreibung: Der Echte Eibisch ist eine aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze mit kräftigen Stängeln. Er erreicht eine Größe von 60 bis 150 cm. Er ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter und der Stempel zu einer Röhre verwachsen, dem sogenannten Androgynophor.

Inhaltsstoffe: Die Wurzel enthält ungefähr 10 bis 20 % Schleimstoffe (in den Blüten 5 bis 9 %), der sich hauptsächlich aus Polysachariden zusammensetzt. Außerdem enthält sie bis zu 16 % Pektin und bis zu 37 % Stärke, Spuren von ätherischem Öl, fettes Öl, Gerbstoffe und Sterole.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Blätter und Blüten.

Wirkung von Eibisch und Anwendung: Eibisch wirkt reizlindernd, hemmt die Aktivitäten der Flimmerhaare in den Bronchien und wird daher noch immer in Hustentees verwendet. Die heilenden Eigenschaften des Eibisch wurden schon im 9. Jahrhundert v. Chr. beschrieben. Die Wirkstoffe sitzen in den Wurzeln. Zu Pulver zerriebene Wurzeln verarbeitete man früher zu weichen Pastillen und nahm sie bei Halsentzündungen oder Husten.

eibisch althaea officinalis Eibisch &tagsZahnenden Kleinkindern gab man übrigens früher die Wurzel zum Kauen; getrocknete Wurzelstücke gelten als die ältesten Hustenbonbons.

Heilend soll auch der Tee wirken, der als Kaltauszug aus der Wurzel zubereitet wird. Drei Teelöffel Wurzel werden mit kaltem Wasser übergossen und acht Stunden stehen gelassen. Nur leicht erwärmt trinken. Er hilft bei Erkrankungen der Atemwege und der Harnorgane sowie bei Magen und Darmkatarrhen. Äußerlich angewendet wird der Kaltwasserauszug als Gurgelwasser und zu Umschlägen bei Hautkrankheiten verwendet. Eibischextrakte werden auch in Hautkosmetika verwendet.

Auch in der Kosmetikindustrie wird Eibisch häufig verwendet.

Heilwirkung: Eibisch wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, tonisierend und hilft bei Erkältungen, Bronchitis, Husten, Luftröhrenentzündungen, Halsentzündungen, Heiserkeit, Mundschleimhautentzündungen, Magenschleimhautentzündungen, Magenübersäuerung, Magengeschwür, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Epilepsie, Mundgeruch, Blasenentzündung, Blasensteine, Wunden, Leichte Verbrennungen, Feuchte Ekzeme, Trockene Haut, Rissige Haut, Bisse, Splitter, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Muskelkater.

Dill

Dill – Beschreibung: Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Die einjährige Pflanze kann in Kulturform (ssp. graveolens) bis zu 1 m hoch werden. Die gelben Blüten stehen in Dolden, die einen Durchmesser von bis zu 15 cm aufweisen. Die eiförmig bis runden Früchte werden bis zu 5 mm lang und sind leicht spaltbar. Auch bekannt als Dillkraut.

Inhaltsstoffe: Dill enthält Ätherisches Öl (Frucht: Carvon, Limonen, Anethofuran, Myrcen, Carveol, Dihydrocarvon; Kraut: Limonen, Anethofuran; Wurzel: Dillapiol, Apiol), fettes Öl und Spuren von Bergapten, den Cumarinen Scopoletin und Umbelliferon, weiterhin Aesculetin, Umbelliprenin, Kaffee-, Ferula- und Chlorogensäure, Vicenin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Samen.

dill Dill &tagsWirkung von Dill und Anwendung: Als Gewürz wird der geschmacklich mit Anis und Kümmel verwandte Dill heute in ganz Europa verwendet, unter anderem zur Verfeinerung von Salaten, Saucen oder Fischgerichten, zur Herstellung von Kräuteressig oder für die Konservierung von Gemüse (eingelegte Gurken). Dabei werden sowohl die getrockneten Früchte als auch das frische oder getrocknete Kraut genutzt. In Österreich reicht man oft Dillkartoffeln zu verschiedenen Fischgerichten.

Aufgrund seiner Wirkungen wird Dill aber auch als Heilpflanze verwendet. In der Pharmazie wird der Dill auch Fructus Anethi genannt. Die ätherischen Öle des Dills wirken appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend und nervenberuhigend. Dill beugt Infektionen vor und stärkt das Immunsystem und wirkt bei Verdauungsstörungen wie Magenverstimmungen, Koliken, Blähungen (besonders in Mitteln gegen Bauchschmerzen bei Kleinkindern).

Heilwirkung: Dill hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Gebärmutterkrämpfe, Geschwüre, Hämorrhoiden, Magenbeschwerden, Milchfördernd, Verdauung, Menstruationsbeschwerden, Bauchschmerzen bei Kleinstkindern, Koliken und Schlaflosigkeit.

Borretsch

Borretsch – Beschreibung: Die einjährige krautige Pflanze wird bis zu 70 Zentimeter hoch und ist an Stängeln und Blättern borstig behaart. Die derben Blätter sind dunkelgrün, lanzett- bis eiförmig geformt und zehn bis fünfzehn Zentimeter lang. Von Mai bis September trägt die Pflanze leuchtend blaue Blüten, die jeweils an einem etwa drei Zentimeter langem Blütenstiel sitzen. Die Blüten sind fünfzählig.

Inhaltsstoffe: Borretsch enthält kleine Mengen (etwa 10 mg pro Kilogramm getrocknete Pflanze) von einer Reihe von Pyrrolizidinalkaloiden (Amabilin, Intermedin, Lycopsamin, Supinin). Diese gelten als toxisch für die Leber, daher ist ein regelmäßiger Genuss von Borretsch nicht zu empfehlen. Ein gelegentlicher Verzehr gilt jedoch als unbedenklich, ebenso ein Verzehr der Blüten und Samen, da diese die erwähnten Alkaloide nicht enthalten. Borretsch enthält außerdem Schleimstoffe, Gerbstoffe, Harz, Saponin, Kaliumnitrat, Kieselsäure, Gamma-Linolensäure, ätherisches Öl. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Pflanze beträgt 149,3 mg pro 100 g Frischegewicht.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Blüten.

borretsch Borretsch &tagsWirkung von Borretsch und Anwendung: Borretsch lindert Fieber, trockenen Husten und Hautausschlag. Das aus dem Samen gewonnene Öl verschafft bei rheumatischer Arthritis Erleichterung. Aufgrund des hohen Gehalts an Gamma-Linolensäure findet Borretsch auch Einsatz bei der Behandlung von Ekzemen wie Neurodermitis.

Borretschblüten und -kraut enthalten Gerbstoffe, lösliche Kieselsäure und Schleimstoffe und wurden daher in der Volksmedizin bei Entzündungen der Atemwege, Harnverhalt und Durchfall eingesetzt. Da der Gehalt an lebertoxischen Pyrrolizidinalkaloiden recht hoch sein kann und eine Wirksamkeit des Borretsch bei den oben genannten Anwendungsgebieten nicht belegt ist, wird von einer medizinischen Verwendung abgeraten. Auch als Küchengewürz sollte Borretsch nur gelegentlich und sparsam eingesetzt werden.

Das aus den Samen gewonnene Öl dagegen ist praktisch frei von den schädlichen Alkaloiden, sofern es durch Kaltpressung gewonnen wurde. Der Anteil an gamma-Linolensäure beträgt 20% und übertrifft damit sogar das Nachtkerzenöl. Zubereitungen aus Borretschsamenöl werden als Nahrungsergänzungsmittel innerlich und/oder äußerlich bei Hauttrockenheit, atopischem Ekzem (Neurodermitis) und innerlich bei rheumatoider Arthritis bzw. anderen Krankheitsbildern, die mit einem Mangel an gamma-Linolensäure in Zusammenhang gebracht werden, empfohlen. Eine Zulassung als Arzneimittel besteht jedoch nicht.

Heilwirkung: Borretsch wirkt beruhigend, entgiftend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend und schweisstreibend. Borretsch hilft bei Herzschwäche und Melancholie. Es kann bei Verstopfung, Rheuma, Nervöse Herzbeschwerden, Depressionen, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Ekzeme, Menstruationsbeschwerden und Gicht verwendet werden.