Himbeere (Rubus idaeus) – Beschreibung: Die Himbeere ist ähnlich der Brombeere ein bis zu 2 m hoch wachsender Strauch jedoch mit vielen Dornen. Aus den weißen Blüten bilden sich rote Sammelfrüchte.
Inhaltsstoffe: Die Himbeerblätter enthalten Fruchtsäuren, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, Vitamin C und Zucker.
Die Früchte enthalten Fruchtsäuren, Kalium, Calcium, Magnesium, Vitamin C, Flavonoide, Glykoside, Pektin , Schleimstoffe und Zucker.
Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Früchte.
Himbeere Wirkung und Anwendung: Der Saft aus den Himbeeren ist in der Volksheilkunde ein Getränk bei Fieber und wird bei Saftkuren verwendet.
Die Blätter werden in der Volksmedizin äußerlich zur Linderung bei Hämorrhoiden und bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich angewendet. Innerlich für Blutreinigungskuren und bei Durchfall.
Die Pflanze ist eine wegen ihrer Früchte beliebte Gartenpflanze. Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Früchte werden häufig roh verzehrt oder beispielsweise als Marmelade, Gelee, Kompott oder Saft vielfältig in der Küche verwendet. Himbeeren reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten. Beliebt ist auch Vanilleeis mit heißen Himbeeren, die außerhalb der Saison meist aus der Tiefkühltruhe stammen. Im Gegensatz zu einigen anderen ‘Beeren’ behalten Himbeeren beim Backen ihr Aroma, weswegen sie sich gut für Käsekuchen eignen. Aus den Blättern vor allem der Triebspitzen kann ein wohlschmeckender Tee aufgebrüht werden.
Himbeeren und deren Blätter wurden von amerikanischen Ureinwohnern traditionell als Heilmittel (Gelenkschmerzen, Bauchbeschwerden, Augenschmerzen) eingesetzt.
Heilwirkung: Himbeere wirkt entzündungshemmend, schweisstreibend, Immunsystem steigernd, Geburt erleichternd und hilft bei Halsentzündung, Durchfall, Magenentzündung, Darmentzündung, Hämorrhoiden Blutungen, Zahnfleischentzündung, Verstopfung, Rheumatismus und Skorbut.
Je später man sie pflückt, desto süßer sind sie. Die Früchte bleiben oft den ganzen Winter am Strauch und sind meist auch noch im Frühling problemlos genießbar.
Auch wenn sich im Volksglauben hartnäckig das Gerücht hält, die Früchte seien giftig, ist dies nicht richtig. Allerdings enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist. Gekochte Beeren können daher auch in größeren Mengen gegessen werden. Tatsächlich sind Vogelbeeren aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts (bis zu 100 mg pro 100 g Beeren, das allerdings beim Kochen weitgehend zerstört wird) sehr gesund und waren früher ein wichtiges Mittel gegen Skorbut. Sie enthalten außerdem Provitamin A und Sorbit, einen Zuckeraustauschstoff.