Odermennig (Agrimonia eupatoria) – Beschreibung: Der Gemeine Odermennig, auch als Ackerkraut genannt, wird bis zu 1,0 m hoch und zeichnet sich durch typisch unterbrochen gefiederte Blätter auf. Er hat tief im Boden verwurzelte Rhizome, aus denen die Stängel entspringen.
Inhaltsstoffe: Die wirksamen Pflanzenteile sind in den blühenden Sprossspitzen sowie in den Blättern enthalten. Die wichtigen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe des Catechintyps, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Triterpene, Gallotannine, Schleimstoffe, Pflanzensäuren sowie Kieselsäure.
Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut
Wirkung von Odermennig und Anwendung: Das Odermennigkraut enthält Gerbstoffe, Schleimstoffe und Flavonoide, die eine adstringierende, entzündungshemmend und keimhemmende Wirkung haben.
Es kann als Tee (Odermennig Tee) innerlich und äusserlich verwendet werden.
Heilwirkung: Odermennig wirkt adstringierend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, harntreibend, leber- und galleanregend, appetitanregend, wurmwidrig, narbenbildend, wundheilend und hilft innerlich und äußerlich bei Appetitlosigkeit, leichten unspezifischen Durchfallerkrankungen, Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Darmprobleme, Entzündungen der Mund und Schleimhaut, Blasenleiden, Nierenleiden, leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut, Harnsteine, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Stimmbandreizung, Zahnfleischentzündungen, Leber- und vor allem Gallebeschwerden, Wunden, Halsweh, Heiserkeit, Rheuma, Wassersucht, Fieber.
Der Geschmack erinnert an den von Sellerie, ist aber schärfer und bitterer.
In Schottland wird diese Art noch heute als Färbemittel verwendet; die Wurzeln färben rot, die Blüten gelb.
Darüber hinaus besitzen einige Inhaltsstoffe eine blutstillende Wirkung.
Wegen des Gehalts an Flavonoiden lässt sich die Gewöhnliche Goldrute auch zum Färben von Wolle oder Baumwolle verwenden. Die Stoffe erhalten einen goldgelben Ton.
Goldmohn Wirkung und Anwendung: Der Goldmohnkraut wird in der Volksheilkunde gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und Angstzuständen verwendet.
Giersch kann als Salat oder Gemüse zubereitet werden, ist sehr wohlschmeckend und erinnert in Geruch und Geschmack an Spinat und ein wenig an Petersilie. Im Mittelalter und noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde Giersch sowohl als Gemüse wie auch als Heilpflanze eigens angebaut. Mittelalterliche Quellen belegen, dass er in Kloster- und Bauerngärten eine ‘natürliche’ Nutzpflanze war. Da Giersch im Gegensatz zu vielen anderen Gemüsearten über eine lange Zeit im Jahr zur Verfügung steht und nur geringe Ansprüche an Boden, Wasser und Lichtversorgung stellt, sicherte er z. B. während der Weltkriege vielen Menschen die Vitaminzufuhr.
Erst im ausgehenden Mittelalter findet es erste Erwähnung in Kräuterbüchern als hilfreich bei Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Volksmedizin setzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der glatten Muskulatur (z.B. Wadenkrämpfe), ein.
Fieberklee Wirkung – Heilwirkung: Fieberklee wirkt appetitanregend, blutreinigend, blutverbessernd, blutvermehrend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, schweißtreibend, verdauungsfördernd. Fieberklee hilft bei Altersschwäche, Blähungen, Blutarmut, Blutreinigung, Ekzem, Galle, Gallensteine, Gastritis, Gelbsucht, Gicht, Husten, Infektionen, Leber, Migräne, Muskelschwäche, Nervosität, Oberbauchbeschwerden, Ohrenschmerzen, Rheuma, Sodbrennen, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Wassersucht und Wechselfieber.
Eisenkraut Wirkung und Anwendung: Das Echte Eisenkraut wird als Grundlage für kosmetische Produkte, als Tee und als alkoholisches Getränk angeboten. Vom Namen her wird es oft mit der ebenfalls zur Familie der Eisenkräuter zählenden Zitronenverbene verwechselt (Lippia citriodora), die häufig unter der irreführenden Bezeichnungen “Eisenkraut, duftend” in den Handel kommt. Eine Unterscheidung ist durch Geruch und Geschmack möglich. Während die Zitronenverbene intensiv nach Zitrone duftet und schmeckt, riecht das Echte Eisenkraut eher unauffällig und enthält viele Bitterstoffe.