Olive & Olivenöl und Gesundheit

Olive (Olea europaea) – Beschreibung: Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum, ist ein mittelgroßer Baum. Die mächtigen, weit auslaufenden Wurzeln des Olivenbaums reichen bis in eine Tiefe von 6 m. Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen.

Inhaltsstoffe: Sie enthält Wasser 50 %, Öl 22 %, Zucker 19,1 %, Zellulose 5,8 %,  Proteine 1,6 % und Bitterstoffe. 6 Kalorien (118 kcal/100 g) für eine grüne Olive gegenüber 15 Kalorien (294 kcal/100 g) bei einer schwarzen Olive!

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Öl und Blätter.

Wirkung von Olive & Olivenöl und Anwendung

Aus den Oliven wird in der Hauptsache Olivenöl gepresst.

olive olea europaea Olive & Olivenöl und Gesundheit &tagsDer Olivenbaum wird genutzt: als Nahrungsmittellieferant, durch seine Frucht, die weiterverarbeitet werden kann und als Lebensmittel genutzt wird. Direkt vom Baum ist die Olive jedoch wegen ihrer Bitterkeit kaum genießbar. Sie wird in eine Salzlake eingelegt, die ihr die Bitterstoffe entzieht, in der mediterranen Küche wird sie häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet. Ebenso wird aus ihr das Olivenöl gepresst, das vermutlich bekannteste Speiseöl. Es wird zum Braten und Kochen, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautkreme, verwendet.

Olive als medizinische Pflanze, speziell wegen seiner Blätter, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und das Immunsystem stärken sowie den Cholesterinspiegel senken. Das Öl ist gesund wegen des hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und verringert die Gefahr von Diabetes mellitus oder Krebs. Extra natives Olivenöl hat entzündungshemmende Wirkung. Der dafür verantwortliche Wirkstoff heißt Oleocanthal. Das Olivenöl soll einen großen Teil der gesundheitsfördernden Wirkung der sogenannten Kreta-Diät ausmachen.

Olivenöl ist ein wesentliches Element der Mittelmeerküche, wo es als Allzweckfett eingesetzt wird.

Kaltgepresstes Olivenöl galt schon in der Antike als Heilmittel, etwa gegen allerlei Hauterkrankungen äußerlich, oder gegen Entzündungen innerlich.

Heilwirkung: Olive und Olivenöl stärken Immunsystem und helfen bei Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck.

Der Ölbaum im Koran: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet: Die Lampe … Angezündet (wird die Lampe) von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte.“ (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur’an Al-Karim, Sure 24:35 „Das Licht“)

Meerrettich

Meerrettich (Armoracia rusticana) – Beschreibung: Der Meerrettich ist eine bis zu 1,20 m hoch wachsende Staude. Die Meerrettichstange wird 30 bis 40 cm lang und 4 bis 6 cm dick. Die Wurzel trägt am Ende Seitentriebe.

Inhaltsstoffe: Meerrettich enthält Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie die Senfölglykoside Sinigrin und Gluconasturtiin, aus denen sich Senföle bilden, die unter anderem antibiotisch wirken.

Verwendete Pflanzenteile: Die Wurzel wird im Herbst und getrocknet oder frisch als Gewürz verwendet.

Meerrettich Wirkung und Anwendung: Der Meerrettich soll zunächst als Heilpflanze und dann erst als Gewürz eingesetzt worden sein. Meerrettich ist sehr nützlich für die Gesundheit. Im Mittelalter gab es eine ganze Liste von Krankheiten, gegen die er verabreicht wurde, etwa Vergiftungen, Ohrenweh und Dreitagefieber. Heutzutage wird Meerrettich verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken und vor Erkältungskrankheiten zu schützen. Der Meerrettich enthält sehr viel Vitamin C. Die in den Apotheken käufliche Radix Armoraciae ist in Heilmitteln gegen Grippe und Harnwegsinfektionen enthalten. Er wirkt blutkreislaufanregend, hustenlösend und wird äußerlich als Breiumschlag bei Rheuma, Gicht, Insektenstichen, Ischias und anderen Nervenschmerzen angewandt. Auch bei Kopfschmerzen soll es helfen. Dazu muss man ein wenig Duft des geriebenen Meerrettichs einatmen, wodurch leichte Verspannungen gelöst werden.  Meerrettich &tagsDer Meerrettich soll auch wirksam gegen Magen-Darm-Störungen sein und auf die Absonderung des Gallensaftes (Fettverdauung!) günstig wirken. Zusätzlich enthält der Meerrettich auch bakterienhemmende (antibiotische) und krebsvorbeugende Stoffe. Das sind schwefelhaltige Substanzen, die auch im Knoblauch vorkommen (wie Allicin, Sinigrin), und den Meerrettich zu einem sehr gesunden Gewürz machen. Bei Blasen- und Nierenleiden soll man keinen Meerrettich essen, da große Mengen Meerrettich Nierenbluten auslösen können. Meerrettich eignet sich auch nicht für Patienten mit Magengeschwüren oder Schilddrüsenfehlfunktionen.

Die Wurzel der Meerrettich Pflanze wird als Gemüse bzw. Gewürz verwendet.

Insbesondere in den Meerrettichanbaugebieten gehören Gerichte mit Meerrettich zum Alltag. Neben dem geriebenen Meerrettich zu kalten Speisen, wie Räucherfisch oder auch Wurstplatten, findet in Franken die Meerrettichsauce zum gekochten Rindfleisch ihren Platz auf den Speisekarten. Auch zu gedünstetem Fisch passt eine Meerrettich-Creme.

Heilwirkung: Stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungen vor. Ausserdem wirkt er hustenlösend und blutkreislaufanregend. Äusserlich verwendet man ihn bei Rheuma, Gicht und Insektenstichen.

Kaffee

Kaffee (Coffea arabica) – Beschreibung: Die Pflanze ist ein knapp 8 m hoch wachsender, reich beblätterter Baum. Aus den weißen Blüten bilden sich die Kaffeekirschen, in reifem Zustand meist rot gefärbte Steinfrüchte.

Inhaltsstoffe: Die Kaffeebohnen enthalten im Schnitt etwa 1,2% Koffein. Außerdem Mineralstoffe, Eiweiß, Fett, B-Vitamine. Kaffee Kalorien pro Portion: Kaffee 300ml – 6 Kalorien.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet wird die Kaffeekohle, die durch stärkeres Rösten der trockenen Bohnen bis zur Verkohlung der äußeren Samenpartien und anschließender Vermahlung gewonnen wird.

Kaffee Wirkung und Anwendung: Eine Tasse mit 125 ml Filterkaffee enthält ca. 80-120 mg Koffein. Dem Kaffee wird aufgrund seines Koffeingehaltes eine aufmunternde und leicht antidepressive Wirkung zugeschrieben, da das Koffein die Wirkung des schlaffördernden Botenstoffes Adenosin blockiert. Es gibt jedoch auch Wirkungen, die im Allgemeinen unbekannt sind. Kaffee hat eine zunächst beruhigende Wirkung. In der Praxis ist es bekannt, dass man besser einschläft, wenn man sich in den ersten 15 Minuten nach dem Kaffeetrinken hinlegt, weil das Schlafzentrum im Gehirn besser durchblutet wird. Zögert man jedoch zu lange, verpasst man die beruhigende Wirkung vom Kaffee und das Koffein fängt an zu wirken; nun ist es fast unmöglich einzuschlafen. Diese Methode der Beruhigung wird z. B. in Krankenhäusern angewandt. Bei älteren Menschen bekämpft Kaffee den Abfall der Atemfrequenz beim Einschlafen, was deren Schlafqualität verbessern kann.

kaffee coffea arabica Kaffee &tagsUm die aufmunternde und konzentrationsfördernde Wirkung des Kaffees voll ausschöpfen zu können, ist es nach einem Artikel in der Fachzeitschrift Sleep (Vol. 27, Nr. 3) sinnvoller, viele kleine Schlucke Kaffee über den Tag (bzw. die Nacht) verteilt zu sich zu nehmen, als eine große Tasse Kaffee am Morgen. Auf diese Weise finde eine deutlich effektivere Einwirkung des Koffeins auf die Schlafzentren im Gehirn statt. Die Strategie, den Kaffeekonsum gleichmäßig auf einen längeren Zeitraum zu verteilen, sei besonders nützlich für Personen, die nachts arbeiten müssen: Ihnen fällt es so leichter wach zu bleiben und dabei ihre Konzentrationsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Die konzentrationsfördernde Wirkung konnte im Magnetresonanztomografen sichtbar gemacht werden, so wurden insbesondere die Hirnareale Frontallobus und der vordere Cingulum, in denen das Kurzzeitgedächtnis verortet wird, aktiv.

Heilwirkung: Kaffee wirkt anregend und hilft bei Blähungen, Durchfall, Magen- und Darmstörungen, Vergiftungen, Migräne.

Negative Wirkungen des Kaffees – Kaffee Nebenwirkungen: Bei übermäßigem Konsum von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken können folgende Nebenwirkungen und toxische Symptome auftreten: Tachykardie, roter Kopf, Unruhe, Tremor, Nervosität, Angstzustände, Gedankenflucht, Schlaflosigkeit, Konvulsionen, leichte Abhängigkeit mit entsprechend milden Entzugssymptomen wie Kopfschmerz.

Heidelbeere

Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – Beschreibung: Der 10 bis 60 cm hohe Zwergstrauch wächst stark verzweigt mit aufrechten, kantigen bis schmal geflügelten, grün gefärbten Ästen, die kahl (unbehaart) sind. Die Blätter sind 2 bis 3 cm lang, eiförmig bis elliptisch, drüsig gesägt bis fein gezähnt und beiderseits grasgrün. Die Blüten wachsen einzeln aus Blattachseln und sind nickend. Ihre Krone ist 3,5 bis 5 mm lang, kugelig krugförmig und grünlich bis rötlich. Sie erscheinen ab April/Mai. Von Juli bis in den September tragen die Pflanzen dann schwarzblaue, im Durchmesser maximal einen Zentimeter große, abgeplattet runde, einzelnstehende Früchte, die als reife Beeren blaugrau bereift sind. Ab dem Spätsommer beginnt die Herbstfärbung des Strauchs – das Laub verfärbt sich dabei tiefrot. Die Blaubeere ist ein holziger Chamaephyt. Im Gegensatz zur verwandten Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) ist sie nicht immer-, sondern sommergrün, wirft also im Winterhalbjahr ihre Blätter ab.

Inhaltsstoffe: Die Früchte enthalten Fruchtsäuren, Gerbstoffe, Anthocyane, Flavonoide, Iridoide, Kaffeesäurederivate, Pektine und sehr viel Karotin, Vitamin B6, Magnesium sowie Vitamin C und 57 kalorien. Blätter: Chinolizidinalkaloide, Flavonoide, Gerbstoffe, Iridoide, Kaffeesäurederivate, Phenolcarbonsäuren.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Früchte.

heidelbeere Heidelbeere &tagsHeidelbeere Wirkung und Anwendung: Heilkundlich wird es gegen Durchfall verwendet und soll fiebersenkend wirken. Heidelbeeren halten sich nicht allzu lange. Getrocknete, reife Beeren lassen sich außerdem heilkundlich gegen Durchfall verwenden. Frische Beeren wirken eher abführend. Die Blätter werden als Heildroge nicht mehr empfohlen, da längere Anwendung zu Vergiftung führen kann.

Heidelbeeren werden auch als Nahrungsmittel und zur Herstellung von Marmelade im Haushalt verwendet.

Heilwirkung: Heidelbeere, auch Blaubeere genannt, hilft gegen Durchfall, Verdauungsstörungen bei Kindern, Mund- und Rachenentzündungen. Es wirkt antibakteriell, entzündungswidrig. Äusserlich kann es (als Tinktur) gegen Ekzeme, Bartflechte und juckende Hautausschläge verwendet werden.

Saat-Hafer

Hafer, Saat-Hafer (Avena sativa) – Beschreibung: Es ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Meter erreicht. Dieses Rispengras hat eine 15 bis 30 cm lange, allseits wendige Rispe (Blütenstand), die zum Teil wiederum verzweigte Rispen trägt, die sich sanft nach unten neigen. An der Spitze tragen die Rispen Ährchen mit zwei bis drei Blüten, von denen meist nur zwei fruchtbar sind. Hafer ist ein Selbstbestäuber. Die spindelförmigen Körner sind bei der Reife mit der kurzbegrannten Deckspelze und der Vorspelze fest verwachsen. Die Spelzen umgeben das eigentliche Korn.

Inhaltsstoffe: Die Bestandteile von Hafer sind 12 % Proteine, 5 % Fett, 12-14 % Ballaststoffe, 63 % Kohlenhydrate und sonst noch Phytosterine, Alkaloide, Provitamin A, Vitamine B1, B2, B6, Pantothensäure, Niacin, Biotin, Folsäure, Kieselsäure, Linolsäure, diverse Mineralstoffe und Spurenelemente. Von allen gängigen Getreidearten enthält er den höchsten Mineralstoffgehalt. Der hohe Eisengehalt ist vergleichbar mit vielen Fleischsorten.

saat hafer avena sativa Saat Hafer &tagsSaat-Hafer Wirkung und Anwendung: Hafer fördert Wachstum, den allgemeinen organischen Aufbau, die Festigkeit der Knochen sowie die Blutbildung. Er wird auch als Kindernährmittel und nach Magen- und Darmoperationen eingesetzt. Die besondere Bekömmlichkeit und leichte Verdaubarkeit von Hafereiweiß und -fett spielen hierbei eine große Rolle.

Bei Nierenerkrankungen, Kreislauferkrankungen und Zwölffingerdarmerkrankungen. Hafer beruhigt das Herz. Die Pflanze ist auch gut gegen Müdigkeit. Der regelmäßige Genuss von Hafer bzw. Haferkleie, z. B. in Form von Haferflocken, kann den Cholesterinspiegel des Blutes senken. Haferstrohbäder helfen gegen Hautverletzungen und gegen Hexenschuss; Haferstroh wird auch als Streu für Tiere genutzt. Haferextrakte oder Hafersaft wird auch in der Raucherentwöhnung verwendet.

Herz- und Gefäßerkrankungen, Senkung des Cholesterinspiegels bei Hypercholesterinämie (bei gleichzeitig kalorienarmer Ernährung), Regulation von hohem Blutdruck (bei gleichzeitig kalorienarmer Ernährung), Senkung des glykämischen Indexes (Diabetes mellitus), (Insulintherapie).

Für viele Allergiker und Betroffene von Sprue, Zöliakie sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist nur Gliadin, nicht aber zugleich auch jedes andere Gluten unverträglich. Die in dieser Weise Betroffenen müssen deshalb zwar die klassischen Getreide (Weizen, Triticale, Roggen und ihre botanischen Vorläufer) meiden, können aber Hafer und Haferprodukte essen. Es muss hier aber sichergestellt sein, dass der Hafer beim lebensmitteltechnologischen Behandlungsprozess nicht mit Weizenmehl usw. verunreinigt wurde.

2004 wurden Ergebnisse einer klinischen Studie an Kindern, die an Zöliakie litten, veröffentlicht. Diese hatten, über ein Jahr entweder eine glutenfreie Diät oder eine glutenfreie Diät mit täglich 25-50 g Hafer erhalten. Hierbei wurde festgestellt, dass kleine Mengen Hafer in der glutenfreien Diät weder die Heilung der Dünndarmschleimhaut noch die Regulation des Abwehrsystems verhindert. Zur genauen Bestätigung der Unschädlichkeit von Hafer sind weitere langfristige Studien notwendig.

Die therapeutische Wirkung des Hafers beruht vermutlich auf der im Haferstroh enthaltenen Kieselsäure und den Mineralstoffen. Die Ballaststoffe sind wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass Hafer cholesterinsenkend und gegen Arterienverkalkung wirkt. Der beruhigende Effekt des Hafers beruht möglicherweise auf dem im Hafer enthaltenen Gramin.

Heilwirkung: Saat Hafer wirkt kräftigend, anregend, blutdrucksenkend, blutzuckersenkend und hiflt bei Durchfall, Ekzeme, Nierenschwäche, Schilddrüsenüberfunktion, Blasenschwäche, Neuralgien, Rheuma, Gicht und Schlaflosigkeit.

Granatapfel – Wirkung, Granatapfelsaft und Gesundheit

Granatapfel (Punica granatum) – Beschreibung: Der Granatapfel wächst als sommergrüner, kleiner Baum und wird oft als Strauch kultiviert; er erreicht Wuchshöhen bis zu 5 Metern, wird bis zu 3 Meter breit und kann einige hundert Jahre alt werden.

Die apfelähnliche, anfangs grüne, später orangerote Frucht, die als Grenzfall einer Beere anzusehen ist, da das Fruchtfleisch nicht fleischig ist, allerdings auch nicht verholzt, hat einen Durchmesser von bis zu etwa 10 cm und ist durchzogen von vielen Wänden. Dadurch entstehen Kammern, in denen sich zahllose bis zu 15 mm große kantige Samen befinden, die jeweils umgeben sind von einem glasigen, saftig-prallen, tiefrot bis blassrosa gefärbten Samenmantel, der auf Druck leicht zerplatzt. Die Früchte werden in den Monaten September bis Dezember geerntet.

Inhaltsstoffe: Granatäpfel zeichnen sich durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus. Der Granatapfel enthält größere Mengen Flavonoide, Anthocyane, Polyphenole wie Punicalagin, Ellagitannin, Crosmine, Gallussäure oder Ellagsäure mit wichtigen Funktionen für das Zellwachstum, die Zellreifung und die Zellregulation. Er ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte.

Wirkung von Granatapfel und Gesundheit

granatapfel punica granatum Granatapfel   Wirkung, Granatapfelsaft und Gesundheit &tags Die antioxidative Wirkung des Granatapfels liegt etwa um das 3-4 fache über dem von Rotwein oder Grüntee. Bei den Polyphenolen handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, welche aggressive freie Radikale im Körper unschädlich machen können und damit eine wichtige Schutzfunktion gegenüber verschiedenen Erkrankungen haben.

Granatapfelinhaltsstoffe wirken offenbar ernährungsphysiologisch sehr spezifisch auf verschiedene Zellen und Organe. So können wahrscheinlich bestimmte Zellen gebremst oder eliminiert, andere repariert und wiederum andere vor negativen Einflüssen geschützt werden.

Zahlreiche publizierte Befunde betreffen tierexperimentelle, humanexperimentelle oder klinische Hinweise auf Effekte unter anderem bei Arteriosklerose, Bluthochdruck, Magenerkrankung, bakteriellen Infektionen, viralen Infektionen (HIV-1), Brustkrebs, Prostatakrebs (einschl. Beeinflussung des Anstiegs des prostataspezifischen Antigens PSA), Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Diabetes mellitus und Osteoporose.

So reduzierte sich die Dicke der inneren Gefäßwand der Halsschlagader bei Patienten mit Arteriosklerose nach einjähriger Anwendung einer Granatapfelzubereitung um 30 %, während sie in der Kontrollgruppe um 9 % zunahm. Der Blutdruck wurde nach einjähriger Anwendung um 21 % abgesenkt. Granatapfelzubereitungen reduzieren auch die stressinduzierte Myokardischämie bei koronarer Herzkrankheit. In dieser kontrollierten Studie konnte bereits nach drei Monaten eine um 17 % verbesserte Durchblutung des Herzmuskels festgestellt werden. Die Zahl der Angina-Pectoris-Anfälle sank um 50 %.

Im Rahmen verschiedener Studien wurde ein gehemmtes Wachstum von Krebszellen in der Brustdrüse, Lunge, Haut, dem Darm und der Prostata beobachtet.

Im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts zeigte sich, dass die Polyphenole des Granatapfels auch eine spezifische antiöstrogene Wirkung besitzen. Granatäpfel könnten einen ernährungsphysiologischen Beitrag zur Vorbeugung gegen Brustkrebs und zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden leisten. Granatapfelzubereitungen wirken zudem auch Entzündungen entgegen, was insbesondere Gelenkbeschwerden bei Arthritis lindern könnte.

Heilwirkung: Granatapfel und Granatapfelsaft hilft bei Brustkrebs, Prostatakrebs und Prostata, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Magenerkrankung, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Diabetes und Herzkrankheiten.

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina) – Beschreibung: Das Gänse-Fingerkraut ist eine kriechende, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von nur etwa 15 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein bis zu 20 cm langes Rhizom aus. Aus den Blattachseln sprießen Ausläufer, die an den Knoten Blattrosetten tragen und Wurzeln treiben. Die gestielten Grundblätter sind 7- bis 21-zählig und unterbrochen gefiedert. Die Blättchen sind auf der Oberseite spärlich behaart, auf der Unterseite silbrig seidenhaarig. Die leuchtend gelben Blüten sind radiärsymmetrisch und zwittrig. Je Blüte entstehen zahlreiche einsamige Nüsschen, die sich bei der Reife vom kegeligen Blütenboden ablösen.

Inhaltsstoffe: Gänsefingerkraut enthält als therapeutisch wirksame Inhaltsstoffe vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleimstoffe, Flavonoide und Cholin. Außerdem Gerbsäure und Glykoside.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut und Wurzeln.

Gänsefingerkraut Wirkung und Anwendung: Das Gänsefingerkraut ist erst seit relativ kurzer Zeit als Heilpflanze in Verwendung in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). gaensefingerkraut potentilla anserina Gänsefingerkraut &tagsErst im ausgehenden Mittelalter findet es erste Erwähnung in Kräuterbüchern als hilfreich bei Durchfall, Blutungen und Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Volksmedizin setzt das Krampfkraut generell bei krampfartigen Beschwerden, auch der glatten Muskulatur (z.B. Wadenkrämpfe), ein.

Wissenschaftlich anerkannt ist inzwischen die innerliche Anwendung von Gänse-Fingerkraut zur unterstützenden Behandlung von unspezifischen Durchfallerkrankungen mit krampfartigen Beschwerden, anderen Bauch- und Unterleibsschmerzen mit Krämpfen und bei Menstruationsbeschwerden.

Gesammelt und getrocknet zu Heilzwecken verwendet werden die Blätter während der Blütezeit von Mai bis August. Für einen Tee übergießt man zwei Teelöffel getrocknetes Kraut mit 250 ml kochendem Wasser und lässt den Aufguss 10 Minuten ziehen. Die Volksmedizin kennt auch das Kauen der Wurzel, z.B. bei Zahnfleischentzündung. Trockenextrakt aus Gänse-Fingerkraut ist heute in standardisierten Arzneien wie Dragées und Teemischungen in der Apotheke erhältlich.

Heilwirkung: Gänsefingerkraut wirkt entzündungshemmend, beruhigend, adstringierend, antibakteriell, blutstillend, entspannend, harntreibend, krampflösend und hilft bei Durchfall, krampfartigen Beschwerden (auch Wadenkrämpfe), Menstruationsbeschwerden, Asthma, Keuchhusten, Halsentzündung, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Epilepsie, Hämorrhoiden, Schmerzhafte Periode, Weissfluss, Wundheilung, Pickel, Furunkel und Sonnenbrand.

Birne

Birne – Beschreibung: Es sind sommergrüne Laubbäume oder Sträucher, selten sind sie halbimmergrün. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt und einfach. Die Blattränder sind gesägt oder glatt. Nebenblätter sind vorhanden.

Inhaltsstoffe: Birnen sind ein säurearmes Obst, enthalten aber etwa so viel Zucker wie Äpfel. Birnen enthalten viel Vitamin C, B2 und Minerale, besonders Kalium, Calcium und Magnesium.

Wirkung von Birke und Anwendung: Die Früchte vieler Birnen kann man entsaftet verwenden oder roh als Obst essen. Zur Qualitätssicherung werden Birnen, die in den Handel gebracht werden, gepflückt, wenn sie kurz vor ihrer Reife stehen. Kalt gehalten lagern sie bis zum Verkauf und reifen dann nach. birne Birne &tagsSie zählen zu den klimakterischen Früchten.

Es werden die frischen Blätter und die Früchte verwendet. Man empfiehlt, Birne vor Mahlzeit mit dem Kern zu essen.

Heilwirkung: Die Birnen sind antibakteriell. Birne regt Verdauungssystem. Sie ist beruhigend und Stärkung des Immunsystems. Birne hilft bei Blutarmut, Nierenstein, Blasenentzündungen, Schnupfen, Gicht, Rheuma. Sie enthalten außerdem viel Kalium, was entwässert, ihr Phosphorgehalt stärkt das Nervensystem. Birne kann Bluthochdruck senken.

Apfel

APFEL: Äpfel sind sehr gesund und enthalten viel Vitamine. Ein Apfel am Tag hält den apfel Apfel &tagsArzt fern. Der Apfel enthält viel Vitamin C, Provitamin A, Tocopherol und die Vitamine B1, B2, B6. Außerdem enthält der Apfel besonders auch Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Natrium. Ein mittelgrosser Apfel enthält 15% des täglichen Bedarfs an Vitamin E und Vitamin C.

Gesundheitliche Vorteile und Heilwirkung: Äpfel sind besonders verdauungsfördernd und blutreinigend. Das Pektin im Apfel kann zu hohe und erhöhte Cholesterinwerte senken. Menschen, die regelmäßig Äpfel essen, können damit die Arterienverkalkung hinauszögern und das Risiko für einen Herzinfarkt senken. Bei Halsschmerzen einige warme Bratäpfel essen. Ein roher, geriebener Apfel hilft bei Durchfall. Außerdem hilft Apfel bei Vitamin-Mangel, Skorbut, Heiserkeit, Verstopfung, Gicht, Arteriosklerose, Rheuma, Nervosität, Ekzeme.

Akelei Wirkung und Anwendung

Akelei (Aquilegia vulgaris) – Beschreibung: Die Gemeine Akelei ist eine kurzlebige, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern erreicht, etwa 45 cm breit wird und über ein kräftiges Rhizom verfügt. In der Mitte der lockeren Blattrosette wachsen lange, reichverzweigte Stängel, an deren Blütenzweigen die gespornten glockenförmigen Blüten sitzen. Akelei ist giftig.

Inhaltsstoffe: Akelei enthält Blausäure-Glykosid, Linolsäure, Myristinsäure, Magnoflorin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel und Samen (Akelei Samen).

Wirkung von Akelei und Anwendung

Akelei wird heute noch in der Homöopathie verwendet, wo die Pflanze ähnlich wie früher in der Volksmedizin bei Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schwächezuständen und Hautkrankheiten eingesetzt wird. Ansonsten findet die Akelei in der modernen Pflanzenheilkunde keine Verwendung mehr. Heute stehen die Pharmakologen auf dem Standpunkt, dass die in der Akelei enthaltenen krebserregenden Glykoside in ihrer chemischen Struktur noch unvollständig bekannt sind. Generell schätzt man sie als eine Pflanze ein, die nicht mehr von medizinischem Interesse ist, da für ihre möglichen Einsatzgebiete andere und wirkungsvollere Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Getrocknete und zerstampfte Samen kann man bei Hautparsiten anwenden.

Heilwirkung: Sie wirkt adstringierend, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend und hilft bei Appetitlosigkeit, Gicht, Rheuma, Skorbut, Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schwächezuständen, Hautkrankheiten wie Ekzeme, Geschwüre, Fisteln, Parasiten und Läuse.

akelei Akelei Wirkung und Anwendung &tagsWichtige Hinweise: Die Akelei zählt zu den Giftpflanzen, die neben Isochinolinalkaloiden wie beispielsweise Magnoflorin auch ein krebserregendes Blausäure-Glykosid enthält. Dieses Blausäure-Glykosid ist insbesondere in den Samen enthalten. Jedoch führt auch der Verzehr von 20 Gramm der bitter schmeckenden Blätter bereits zu leichten Vergiftungserscheinungen. Akelei Nebenwirkungen: Zu den Symptomen einer solchen Vergiftung gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Herzbeschwerden und Benommenheit. Als Behandlungsmaßnahmen bei einer Vergiftung durch versehentlichen Verzehr kommen vor allem das Auslösen von Erbrechen und die Einnahme von Aktivkohle in Betracht.

Die in der Gemeinen Akelei enthaltenen Isochinolinalkaloide sind starke Reizgifte. Sie können auf der Haut Brennen, Rötung, Blasenbildung und eventuell sogar die Entstehung von Nekrosen auslösen.