Oleander

Oleander (Nerium oleander) – Beschreibung: Oleander ist bis zu fünf Meter hoch, eine immergrüne verholzende Pflanze. Er hat lanzettförmige, ledrige, etwa 6 bis 10 cm lange dunkelgrüne Blätter, die normalerweise zu dritt, quirlförmig angeordnet, am Ast stehen. Die Blüten stehen zu mehreren in Trugdoldenblüte. Oleander ist eine Giftpflanze.

Inhaltsstoffe: Oleander enthält Oleandrin, Oleanolsäure, Herz-Glykoside, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Wirkung von Oleander und Anwendung: Wie auch Fingerhutextrakt wird Oleander in der Homöopathie eingesetzt. Es wird dort als blutdrucksenkend angesehen und soll zur Stärkung des Herzens und zur Heilungsunterstützung bei z. B. Darmentzündung dienen. Auch psychische Wirkungen durch das enthaltene (Reserpin) sind möglich.

oleander nerium oleander Oleander &tagsOleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin. Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Bei stärkerer Dosierung können Herzrhythmusstörungen und Blockierungen der Erregungsleitung am Herzen auftreten, die zum Herzstillstand führen und tödlich enden können. Manchmal gelangt das Gift bei der Arbeit mit der Pflanze durch kleine Wunden in die Haut und kann Reizungen auslösen. Da die Blätter des Oleander extrem bitter schmecken, ist die Gefahr gering, dass kleine Kinder Oleander im Garten verzehren könnten. Jedoch schreiben schon antike Dichter über die Wirkungen der Pflanze, und im Mittelalter ist der Saft der Pflanze gegen Mäuse und Parasiten verwendet worden. Auch der gelbe Oleander (Thevetia peruviana) gilt als besonders giftig.

Heilwirkung: Oleander wirkt blutdrucksenkend, harntreibend, schleimlösend, schweisstreibend und hilft bei Herzschwäche, Herzmuskelentzündung, Darmbeschwerden, Blähungen, Ekzem.

Veilchen

Veilchen (Viola odorata) – Beschreibung: Die Veilchenart ist vor allem wegen ihres süßen Dufts bekannt. Es handelt sich um eine in Europa heimische, rhizombildende, mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 10 cm erreicht. Die grasgrünen, ei- bis herzförmig geformten Blätter stehen in einer Rosette und sind schwach gekerbt. Blütezeit: Vom späten bis zum zeitigen Frühjahr erscheinen die kleinen violetten Blüten und sind eine der ersten Blumenblüten im Jahr.

Inhaltsstoffe: Das Veilchen enthält Saponine, Jonon, ätherische Öle, hohen Schleimgehalt, organische Säuren, in den Blüten Salizylsäureverbindungen, in der Wurzel das Alkaloid Odoratin.

Verwendete Pflanzenteile: Oberirdische Teile, Blüten und Veilchenwurzel.

Wirkung von Veilchen und Anwendung: Bereits Hippokrates verwendete Veilchen als Arzneipflanzen. Er empfahl es zur Austreibung für die tote Geburt, und Dioskurides nahm es als Magenmittel. Veilchen helfen bei Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Reizhusten und grippalen Infekten. Mit Veilchentee (ein Teelöffel getrocknete Blüten pro Tasse kochendem Wasser) gurgelt man bei Entzündungen des Halses und Schluckbeschwerden.

Die Inhaltsstoffe des Veilchens sollen sogar gegen bestimmte Krebsarten (Lungen-, Bronchial- und Brustkrebs) wirken. In der Homöopathie werden Veilchenverdünnungen bei Ohrenschmerzen, gewissen Augenkrankheiten und Keuchhusten verwendet; Veilchensirup wurde als Hausmittel Kindern bei Husten gegeben.

Heilwirkung: Veilchen wirkt abschwellend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweisstreibend und hilft bei Bronchitis, Husten, Atembeschwerden, Katarrhe der oberen Luftwege, Halsentzündung, Fieber, Grippe, Magenkatarrh, Rheumatismus, Gicht, Blasenentzündung, Nierenentzündung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Epilepsie, Nervosität, Angstzustände, verschiedene Hautkrankheiten (wie Ekzeme, Pickel, Hautschuppen), Verrenkung und Quetschungen.

Malve

Malve (Malva sylvestris) – Beschreibung: Zwischen 30 und 120 cm hohe Pflanze mit ästigen, gebogenen Stängeln und lang gestielten, gelappten und gezähnten Blättern. Zwischen Mai und September entwickelt die Pflanze gestielte fünfzählige, 2,5-5 cm breite, rosaviolette Blüten.

Inhaltsstoffe: Malve (Blätter und Blüten) enthält Schleimstoffe, ätherisches Öl, Gerbstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die Blätter und Blüten (für Malventee).

Malve & Malventee Wirkung und Anwendung: Verwendet wird meist nur Blätter und Stängel, die man üblicherweise kurz vor der Blüte sammelt. Aber auch Blüten und Wurzeln werden u.a. für den Malventee genutzt. Wirksame Bestandteile sind Gerbstoffe, Schleim, Flavonolglykoside und Malvin. Die Droge wird wegen ihrer Heilwirkung auch in der Pflanzenheilkunde eingesetzt. Sie wirkt entzündungshemmend, reizlindernd und zusammenziehend. Außerdem findet sie als Unterstützungsmittel bei Entzündungen des Mundes, des Rachens und der Atemwege mit Verschleimung, sowie bei eitrigen Verletzungen und Geschwüren (Nagelbettentzündungen, Furunkel, Unterschenkelgeschwüren usw.) Verwendung. Ihre krampflösende Wirkung entfaltet die Pflanze auch bei Magen- und Darmkoliken sowie bei leichten Durchfällen. Die Aufnahme anderer Arzneistoffe kann durch Malvenpräparate herabgesetzt werden. Deshalb sollte zwischen der Einnahme malvenhaltiger Drogen und anderer Arzneimittel mindestens eine Stunde Abstand liegen.

Von der Lebensmittelindustrie werden die Blüten zum Färben diverser Produkte genutzt.

Heilwirkung: Malve, auch Große Käsepappel genannt, wirkt entzündungshemmend, erweichend, hustenstillend und hilft bei Entzündungen, Atemwege, Husten, Geschwüren.

Lavendel

Der Echte Lavendel Pflanze (Lavandula angustifolia) – Beschreibung: Echter Lavendel hat lanzettliche, graugrüne Blättchen, die unten weißfilzig behaart sind und sich am Rand leicht einrollen. Die in Scheinquirlen angeordneten Blüten haben je sechs bis zehn violette Blätter, die für beruhigende Kräutertees und in Duftkissen verwendet werden. Der Halbstrauch kann bis zu einem Meter hoch werden.

Inhaltsstoffe: Lavendel enthält ätherisches Öl, Gerbstoff, Glykosid, Flavonoide, Phytosterole, Saponin.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten und das aus den Blüten gewonnene ätherische Öl.

Lavendel Wirkung und Anwendung: Lavendel ist eine häufig in der Heilkunde und Parfümerie geschätzte Pflanzengattung. Dies gilt vor allem für den Echten Lavendel (Lavandula angustifolia). Kleine Säckchen mit Lavendelblüten werden häufig in Kleiderkästen gelegt, wo sie angenehm duften und vor Motten schützen sollen. Weiterhin wird aus den Blüten Lavendelöl hergestellt, entweder durch Schleppdestillation, oder indem die Blüten in Öl angesetzt werden, z. B. in Olivenöl. lavendel lavandula angustifolia Lavendel &tagsLavendel sagt man antiseptische und beruhigende Wirkung nach. Anwendungsgebiete für innerliche Anwendung können Unruhezustände, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden, wie Reizmagen oder nervöse Darmbeschwerden sein. Lavendelbäder erfrischen bei niedrigem Blutdruck und helfen bei Einschlafstörungen.

Ätherisches Lavendelöl wird mittels Schleppdestillation aus den blühenden Rispen mit Stängeln gewonnen.

Es setzt sich zusammen aus Linalylacetat, Linalool, Campher und Cineol. Seine Inhaltsstoffe sind 40 – 50 % Ester, 25 – 35 % Monoterpenole, Monoterpene, Sesquiterpene, Keton und Oxide.

Heilwirkung: Lavendel hat antiseptische und beruhigende Wirkung. Außerdem wirkt er blähungstreibend, harntreibend und krampflösend.

Der Echte Lavendel hilft bei Unruhezustände, Einschlafstörungen und Oberbauchbeschwerden wie Reizmagen oder nervöse Darmbeschwerden, niedriger Blutdruck. Er kann gegen Asthma, Herzbeschwerden, Husten, Kreislaufschwäche, Magenkrämpfe, Migräne, Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, Wasseransammlungen, Gesichtsrose, Erysipel und Gürtelrose helfen.

Königskerze

Königskerze (Verbascum thapsus) – Beschreibung: Die zweijährige Staude wächst an sonnigen, steinigen, sowie mäßig trockenen Wegrändern, in Ruderalstellen (Kiesgruben, Schotterfluren), Waldschlägen, sowie Dämme und Ufer und erreicht Wuchshöhen von ca. 30 bis 200 Zentimetern. Die Pflanze ist ein Nitrifizierungsanzeiger.

Inhaltsstoffe: Wichtige Inhaltsstoffe der Kleinblütige Königskerze sind Saponine, Schleimstoffe, Flavonoide, Zucker sowie gelbe Farbstoffe und ätherische Öle.

Verwendete Pflanzenteile: Die getrockneten Blüten.

Königskerze Wirkung und Anwendung: Aus den Blättern oder Blüten kann ein Tee, Tinktur oder Sirup hergestellt werden, welche bei Reizhusten, Bronchitis oder Asthma eingesetzt werden kann, da die Inhaltsstoffe schleimlösend und auswurffördernd wirken. Des Weiteren wird das Abheilen von Hautwunden unterstützt.

koenigskerze verbascum thapsus Königskerze &tagsVolksmedizinisch werden Auszüge aus Wollblumen als Bäder zur Behandlung von mit Juckreiz einhergehenden Hauterkrankungen eingesetzt.

Heilwirkung: Königskerze wirkt antiphlogistisch, schleimlösend, auswurffördernd und hilft bei Katarrhen der Luftwege, Husten, Reizhusten, Asthma, Bronchitis, Wundheilung.

Klatschmohn

Klatschmohn (Papaver rhoeas) – Beschreibung: Der Klatschmohn ist eine einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht. Am Ende der Stängel steht eine einzelne Blüte, die von Mai bis Juli erscheint. Die großen, radiärsymmetrischen, zwittrigen Blüten sind vierzählig und haben einen Durchmesser von 5 bis 10 cm, wobei die Größe erheblich variieren kann.

Inhaltsstoffe: Kaltschmohn enthält Alkaloid Rhoeadin, Anthocyanglykoside, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine, Schleim, roter Farbstoff.

Giftstoffe: Prinzipiell enthalten alle Pflanzenteile das schwach giftige Alkaloid Rhoeadin, insbesondere der weiße Milchsaft. Die Kaltschmohn Samen sind ungefährlich. Nach Verzehr größerer Mengen kann es zu Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen kommen.

Das im Schlafmohn enthaltene Morphin ist im Klatschmohn nicht enthalten.

klatschmohn papaver rhoeas Klatschmohn &tagsVerwendete Pflanzenteile: Blüten.

Wirkung von Klatschmohn und Anwendung: Der Klatschmohn galt früher als bedeutsame Heilpflanze. Die Blütenblätter des Klatsch-Mohns werden als Schönungsdroge in Teemischungen eingesetzt.

Klatschmohn kann innerlich als Tee oder Sirup gegen Schlaflosigkeit, nervöse Unruhe und Husten verwendet wird. Äusserlich kann er gegen Hautprobleme und Furunkel angewendet wird.

Die Kronblätter wurden zur Herstellung roter Tinte verwendet.

Heilwirkung: Kaltschmohn wirkt beruhigend, erweichend, schleimlösend, schmerzlindernd, tonisierend und hilft bei Husten, Nervosität, Schlaflosigkeit, Menstruations fördernd, Furunkel, Hautprobleme.

Kaffee

Kaffee (Coffea arabica) – Beschreibung: Die Pflanze ist ein knapp 8 m hoch wachsender, reich beblätterter Baum. Aus den weißen Blüten bilden sich die Kaffeekirschen, in reifem Zustand meist rot gefärbte Steinfrüchte.

Inhaltsstoffe: Die Kaffeebohnen enthalten im Schnitt etwa 1,2% Koffein. Außerdem Mineralstoffe, Eiweiß, Fett, B-Vitamine. Kaffee Kalorien pro Portion: Kaffee 300ml – 6 Kalorien.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet wird die Kaffeekohle, die durch stärkeres Rösten der trockenen Bohnen bis zur Verkohlung der äußeren Samenpartien und anschließender Vermahlung gewonnen wird.

Kaffee Wirkung und Anwendung: Eine Tasse mit 125 ml Filterkaffee enthält ca. 80-120 mg Koffein. Dem Kaffee wird aufgrund seines Koffeingehaltes eine aufmunternde und leicht antidepressive Wirkung zugeschrieben, da das Koffein die Wirkung des schlaffördernden Botenstoffes Adenosin blockiert. Es gibt jedoch auch Wirkungen, die im Allgemeinen unbekannt sind. Kaffee hat eine zunächst beruhigende Wirkung. In der Praxis ist es bekannt, dass man besser einschläft, wenn man sich in den ersten 15 Minuten nach dem Kaffeetrinken hinlegt, weil das Schlafzentrum im Gehirn besser durchblutet wird. Zögert man jedoch zu lange, verpasst man die beruhigende Wirkung vom Kaffee und das Koffein fängt an zu wirken; nun ist es fast unmöglich einzuschlafen. Diese Methode der Beruhigung wird z. B. in Krankenhäusern angewandt. Bei älteren Menschen bekämpft Kaffee den Abfall der Atemfrequenz beim Einschlafen, was deren Schlafqualität verbessern kann.

kaffee coffea arabica Kaffee &tagsUm die aufmunternde und konzentrationsfördernde Wirkung des Kaffees voll ausschöpfen zu können, ist es nach einem Artikel in der Fachzeitschrift Sleep (Vol. 27, Nr. 3) sinnvoller, viele kleine Schlucke Kaffee über den Tag (bzw. die Nacht) verteilt zu sich zu nehmen, als eine große Tasse Kaffee am Morgen. Auf diese Weise finde eine deutlich effektivere Einwirkung des Koffeins auf die Schlafzentren im Gehirn statt. Die Strategie, den Kaffeekonsum gleichmäßig auf einen längeren Zeitraum zu verteilen, sei besonders nützlich für Personen, die nachts arbeiten müssen: Ihnen fällt es so leichter wach zu bleiben und dabei ihre Konzentrationsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Die konzentrationsfördernde Wirkung konnte im Magnetresonanztomografen sichtbar gemacht werden, so wurden insbesondere die Hirnareale Frontallobus und der vordere Cingulum, in denen das Kurzzeitgedächtnis verortet wird, aktiv.

Heilwirkung: Kaffee wirkt anregend und hilft bei Blähungen, Durchfall, Magen- und Darmstörungen, Vergiftungen, Migräne.

Negative Wirkungen des Kaffees – Kaffee Nebenwirkungen: Bei übermäßigem Konsum von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken können folgende Nebenwirkungen und toxische Symptome auftreten: Tachykardie, roter Kopf, Unruhe, Tremor, Nervosität, Angstzustände, Gedankenflucht, Schlaflosigkeit, Konvulsionen, leichte Abhängigkeit mit entsprechend milden Entzugssymptomen wie Kopfschmerz.

Johannisbeere

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) – Beschreibung: Die Schwarze Johannisbeere ist ein bis 2 m hoher, sommergrüner Strauch mit 3-5 – lappigen Blättern. Auf der Unterseite der wechselständigen Blätter befinden sich zahlreiche gelbliche Harzdrüsen. Die grünlichweißen Blüten sitzen in hängenden Trauben und bilden blauschwarze, kugelige Früchte. Die Blüten bilden reichblütige Trauben aus.

Inhaltsstoffe: Die Johannisbeeren enthalten außer Wasser, Kohlehydraten, Fettsäuren, Proteinen, Mineralien und Vitamine. Nachdem Anthocyane, Flavonoide, Vitamin C, Zitronensäure, Pektin. Auch Blätter enthälten Flavonoide, oligomere Proanthocyanidine, Ascorbinsäure, ätherisches Öl.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Früchte.

schwarze johannisbeere ribes nigrum Johannisbeere &tagsSchwarze Johannisbeere Wirkung und Anwendung: Die frischen, zerriebenen Blätter werden zur Behandlung von Insektenstichen und die Blüten der schwarzen Johannisbeere zur Parfümherstellung verwendet.

Volksmedizinisch verwendet werden die frischen Früchte in Form von Sirupen oder Saft, die getrockneten Johannisbeeren in Form von Tee zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Heilwirkung: Johannisbeere wirkt harntreibend und hilft bei Blasenleiden, Durchfall, Erkältungskrankheiten, Förderung des Stoffwechsels, Halsentzündungen, Vitamin-C-Mangel, Migräne.

Huflattich

Huflattich (Tussilago farfara) – Beschreibung: Die Huflattich Pflanze wächst als einjährig krautige Pflanze und wird 10 bis 30 cm hoch. Die langgestielten und grundständigen Laubblätter erreichen etwa 10 bis 20 Zentimeter Breite.

Inhaltsstoffe: Huflattich enthält Polysaccharide, Schleimstoffe, Sterole, Saponine, Tannine, Insulin, Pyrrolizidinalkaloide, Mineralstoffe, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter (Huflattichblätter).

Huflattich Wirkung und Anwendung: Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz (Tussis = Husten) und wirkt schleimlösend. Als arzneilich wirksamster Teil werden die Blätter verwendet. Neuere Forschungen deuten jedoch auf unerwünschte Nebenwirkungen (Krebsrisiko) durch enthaltene Pyrrolizidinalkaloide hin. huflattich tussilago farfara Huflattich &tags Deshalb sollte Huflattich nicht länger als 4-6 Wochen im Jahr eingenommen werden.

Die Blüten (Huflattichblüten), das Kraut und die Wurzel sollten wegen des Gehaltes an leberschädigenden und ev. kanzerogenen Inhaltsstoffen nicht verwendet werden.

Er kann als Tee (Huflattichtee) oder Tinktur gegen Husten verwendet werden.

Da Huflattich entzündungshemmend, zusammenziehend und antibakteriell wirkt, hilft der Tee gegen Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bakterielle Entzündungen.

Heilwirkung: Huflattich wirkt adstringierend, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweisstreibend, tonisierend und hilft bei Husten, Raucherhusten, Reizhusten, Erkältung, Fieber, Asthma, Bronchitis, Augenentzündung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Nervenschmerzen, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Furunkel, Ekzeme.

Herbstzeitlose

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) – Beschreibung: Die Herbstzeitlose ist eine mehrjährige, ausdauernde krautige, stark giftige Pflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 30 cm erreicht.

Inhaltsstoffe: Herbstzeitlose enthält das giftige Alkaloid Colchicin, weitere Alkaloide, Öl, Proteine, Gerbstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die Samen, Blüten und Knollen.

Herbstzeitlose Wirkung und Anwendung: Neben dieser toxischen Wirkung findet Colchicin aber auch Anwendung in der Medizin und bei der Pflanzenzucht.

In der richtigen Dosis kann man Colchicin zur Behandlung von Gelenkschmerzen bei Gicht verwenden, wobei hier mittlerweile aufgrund der starken toxischen Wirkung bei falscher Dosierung meist andere Medikamente eingesetzt werden. Demecolcin wird u.a. in der Krebstherapie eingesetzt.

herbstzeitlose colchicum autumnale Herbstzeitlose &tagsIn der Homöopathie wird aus den zerkleinerten und in Alkohol angesetzten frischen Zwiebelknollen (im Herbst gesammelt) der Herbstzeitlosen das Homöopathikum Colchicum autumnale, hergestellt, welches zum Beispiel bei Gicht, Gastroenteritis, Rheuma, Schwangerschaftsübelkeit, Katarakt und Perikarditis verabreicht wird. In Deutschland ist Colchicum autumnale verschreibungspflichtig bis einschließlich D3 Potenz.

In der Pflanzenzucht verwendet man Colchicin zur Polyploidisierung und damit zur Vergrößerung von Zuchtpflanzen, wie zum Beispiel bei Erdbeeren. Diese Wirkung wird erzielt, da Colchicin die Mitose unterbricht, so dass sich die DNA-Menge im Zellkern bei jeder unterbrochenen Teilung verdoppelt, wodurch jede einzelne Zelle weitaus größer wird.

Fertigpräparate werden üblicherweise aus der Knolle der Herbstzeitlose hergestellt.

Heilwirkung: Herbstzeitlose hilft gegen Gelenkschmerzen bei Gicht. Außerdem kann es auch gegen Rheuma, Neuralgien, Hautkrebs, Leukämi angewendet wird.

Giftigkeit (Herbstzeitlose Vergiftung): Es kommt immer wieder zu Vergiftungsfällen durch Verwechslung mit dem Bärlauch.

Vergiftungserscheinungen treten meist erst mit zwei bis sechs Stunden Verzögerung ein. Die Symptome äußern sich zunächst in einem Brennen im Mund. Es folgen Schluckbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen mit oft blutigen Durchfällen. Je nach Dosis kann es vor allem bei Kindern bis zum Tod durch Atemlähmung oder Kreislaufversagen kommen, häufig beobachtet man auch Nierenschädigungen. In der Literatur wird eine Sterblichkeit von 90 Prozent angegeben. Als tödliche Dosis gelten bei Erwachsenen etwa 20 mg, entsprechend etwa 5 g Samen oder etwa 50 g Blättern.