Lein Wirkung und Anwendung

Lein (Linum usitatissimum) – Beschreibung: Der Gemeine Lein ist eine einjährige Pflanze (Therophyt), die eine Wuchshöhe von 20 bis 100 Zentimetern erreicht.

Die stiellosen Laubblätter stehen wechselständig. Sie sind zwei bis drei (selten vier) Zentimeter lang und 1,5 bis drei (sechs) Zentimeter breit. Die Fruchtstiele stehen aufrecht und tragen eine sechs bis neun Millimeter lange Kapsel. Die Samen sind 4 bis 4,9 (6,5) Millimeter lang und 2,5 bis drei Millimeter breit. 2005 war der Lein in Deutschland die Heilpflanze des Jahres

Inhaltsstoffe: Leinsamen sind reich an Fetten, Proteinen, Ballaststoffen, Schleimstoffen und Vitaminen (B1, B2, B6. E. Nicotin-, Fol- und Panthotensäure).

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die Samen, das aus den Samen gewonnene Leinöl, Blätter und Blüte.

Lein Wirkung und AnwendungLein Wirkung und Anwendung

Aus den Samen kann man einen Tee aufbrühen, der eine positive Wirkung auf die Harnsysteme hat.

Leinsamen haben daher Bedeutung bei der Behandlung der chronischen Obstipation (Verstopfung) und als diätetisches Nahrungsergänzungsmittel.

Der als Nebenprodukt entstehende Werg (Kurzfasern) kann zu Papier verarbeitet werden. Er findet in Polstermöbelfüllungen, Verbundwerkstoffen und Dämmstoffen Verwendung. Die Schäben werden unter anderem in Pressspanplatten als Füllstoff verarbeitet, auch als Tiereinstreu verwendet. Das Leinwachs fällt im Staub an, kann leicht isoliert werden und findet in der Kosmetik und Pharma-Industrie Verwendung.

Lein und Leinöl Heilwirkung

Lein wirkt abführend, einhüllend, erweichend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend und hilft bei Verstopfung, Drüsenschwellungen, Halsschmerzen, Geschwüre, Furunkel, Kehlkopfentzündung, Krebsvorbeugung, Sodbrennen, Schnupfen, Zahnschmerzen, Magenschleimhautentzündung, Krebsvorbeugung, Heiserkeit.