Kamille Wirkung und Anwendung

Kamille (Matricaria recutita) – Beschreibung: Die einjährige aromatisch duftende, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 15 bis 50 Zentimetern. Die wechselständigen Blätter sind fiederteilig.

Inhaltsstoffe: Hauptbestandteil der Kamille ist das ätherische Öl in den Drüsenschuppen der Blütenblätter, das vor allem Bisabolol sowie zahlreiche Flavone und Flavonole enthält. Erst bei der Wasserdampfdestillation entsteht das charakteristisch blau gefärbte Chamazulen, das somit nicht genuin (ursprünglich) in der Pflanze vorhanden ist.

Das Öl der Kamille hat antiphlogistische, spasmolytische, karminative, bakterizide und fungizide Eigenschaften. Den oft etwas bitteren Beigeschmack verursachen die Sesquiterpenlactone.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die Blüten und das daraus gewonnene ätherische Öl.

Kamille Wirkung und Anwendung, KamillenteeKamille Wirkung und Anwendung

Innerlich bei entzündlichen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes mit spastischen Beschwerden, bei Leber und Galleerkrankungen sowie äusserlich bei Haut- und Schleimhautentzündungen, für Bäder (Kamillenbad) im Anal- und Genitalbereich, für Spülungen sowie Dampfbäder (Kamillendampfbad) bei Erkältungen.

Sie kann als Tee (Kamillentee) oder Tinktur eingesetzt werden.

Heilwirkung

Kamille wirkt antibakteriell, austrocknend, beruhigend, blutreinigend, desodorierend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, schmerzlindernd, wundheilungsfördernd, schweisstreibend, tonisierend und hilft bei Verdauungsschwäche, Erkältung, Hautentzündungen, Magen-Darm-Krämpfen, Fieber, Grippe, Asthma, Husten, Schnupfen, Blähungen, Aufstossen, Sodbrennen, Magengeschwür, Reizmagen, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Mundgeruch, Blasenschwäche, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervenschmerzen, Neuralgien, Nervosität, Stress, Rheuma, Gicht, Hexenschuss, Ischias, Menstruationsbeschwerden, Menstruations fördernd, Weissfluss, Unterleibserkrankungen, Muttermilch fördernd, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung, Allergien, Wunden, Geschwüre, Ekzeme, Juckreiz, Furunkel, Hämorrhoiden, Afterjucken, Gesichtsrose, Erysipel, Gürtelrose.