Fingerhut

Fingerhut (Digitalis purpurea) – Beschreibung: Im ersten Jahr bildet die zweijährige krautige Pflanze nur eine Rosette aus, bevor sie im Folgejahr einen bis zu 180 cm großen Spross austreibt, der oben herum mit purpurrot-violetten, etwas seltener auch weißen fingerhutähnlich geformten Blüten besetzt ist.

Fingerhut ist in allen Bestandteilen hochgiftig. Bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen.

Inhaltsstoffe: Der Fingerhut speichert in den Blättern Kalium, Eisen, Kalzium, Kieselerde sowie Magnesium.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Fingerhut Wirkung und Anwendung: Fingerhut ist Stark giftig und nur in verschriebenen Fertigpräparaten oder homöopathisch anwenden!

Fingerhut Wirkung und AnwendungDie Wirkstoffe des Fingerhuts sind Herzglykoside, die heute überwiegend aus dem Wolligen Fingerhut gewonnen werden. Herzglykoside regen den geschwächten Herzmuskel an, sich wieder stärker zusammenzuziehen. Im therapeutischen Einsatz von Digitalis steht der Herzfrequenz senkende Effekt von Digitalis immer mehr im Vordergrund gegenüber der Stärkung der Herzleistung.

Wie norwegische Forscher festgestellt haben, wirken Fingerhutpräparate auch gegen Krebszellen.

Fingerhut Heilwirkung: Fingerhut wirkt tonisierend und hilft gegen Herzinsuffizienz, bei Ödeme, Kopfschmerzen, Fieber, Gicht, Unterleibszysten, Wunden und Furunkel.

Wichtige Hinweise: Die Pflanze ist hochgradig giftig, bereits der Verzehr von zwei bis drei Fingerhutblättern kann tödlich enden. Aufgrund des bitteren Geschmacks kommt es allerdings selten dazu. Iatrogene (= durch ärztliche Maßnahmen hervorgerufene) Vergiftungen können im Rahmen einer Therapie vorkommen, da die Wirkungsbreite der Digitalisglykoside gering ist. Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen, Schwindelanfälle und ein Sinken der Pulsfrequenz unter 50 Schläge pro Minute.