Feige

Feige (Ficus carica) – Beschreibung: Die Feige ist ein Strauch oder kleiner Baum mit einer Wuchshöhe von bis acht Metern. Sie ist sommergrün und laubwerfend. Die Krone ist bei alten Individuen sehr breit und ausladend, jedoch unregelmäßig und niedrig. Der Stamm ist oft knorrig, gedreht oder gebogen. Die Verzweigung beginnt schon in geringer Höhe. Die Rinde ist glatt, hellgrau. Die ganze Pflanze führt Milchsaft.

Die Blätter sind rund 20 bis 30 Zentimeter lang und fast ebenso breit und stehen wechselständig an den Zweigen. Sie sind fest und ledrig-steif. Sie sind handförmig in drei bis fünf Lappen geteilt. Die Oberseite ist dunkelgrün und rauhhaarig, die Unterseite ist heller und nur auf den Blattnerven deutlich behaart. Der Blattstiel ist fünf bis acht Zentimeter lang.

Nach der Bestäubung entwickelt sich der Blütenstand in drei bis fünf Monaten zur bekannten Feige, einen knapp birngroßen Fruchtstand, genauer einem Steinfruchtverband, da die weiblichen Blüten sich zu Steinfrüchten entwickeln, die beim Essen als kleine Kerne bemerkbar sind.

Auch der Koran nimmt auf die Feige Bezug, beispielsweise in der 95. Sure.

Feige Wirkung und AnwendungInhaltsstoffe: Neben 80 % Wasser enthalten die reifen Früchte ca. 1,3 % Protein, 0,5 % Fett, 12,9 % Kohlenhydrate, ca. 4,5 % Ballaststoffe und 0,7 % Mineralstoffe, besonders Kalzium, Phosphor und Eisen. Daneben ist sie auch reich an Vitamin B1. Außerdem enthält sie Ficine (Enzyme), Benzaldehyd, Invertzucker, Pektin, Fruchtsäuren, Fermente, Schleim.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte.

Feige Wirkung und Anwendung: Die Feige kann man frisch oder getrocknet essen. Sie wirkt mild abführend, ist also bei leichter Verstopfung geeignet. Auch gegen Vitaminmangelerscheinungen kann sie helfen. Zudem wirkt sie stärkend.

Heilwirkung: Feige wirkt antibakteriell, wurmtreibend und hilft bei Hustentee, Verstopfung, Skorbut, Hämorrhoiden, Leberschwäche, Geschwüre, Hautausschläge und Rekonvaleszenz.