Eibisch

Eibisch (Althaea officinalis) – Beschreibung: Der Echte Eibisch ist eine aufrechte, mehrjährige krautige Pflanze mit kräftigen Stängeln. Er erreicht eine Größe von 60 bis 150 cm. Er ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze. Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter und der Stempel zu einer Röhre verwachsen, dem sogenannten Androgynophor.

Inhaltsstoffe: Die Wurzel enthält ungefähr 10 bis 20 % Schleimstoffe (in den Blüten 5 bis 9 %), der sich hauptsächlich aus Polysachariden zusammensetzt. Außerdem enthält sie bis zu 16 % Pektin und bis zu 37 % Stärke, Spuren von ätherischem Öl, fettes Öl, Gerbstoffe und Sterole.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzeln, Blätter und Blüten.

Wirkung von Eibisch und Anwendung: Eibisch wirkt reizlindernd, hemmt die Aktivitäten der Flimmerhaare in den Bronchien und wird daher noch immer in Hustentees verwendet. Die heilenden Eigenschaften des Eibisch wurden schon im 9. Jahrhundert v. Chr. beschrieben. Die Wirkstoffe sitzen in den Wurzeln. Zu Pulver zerriebene Wurzeln verarbeitete man früher zu weichen Pastillen und nahm sie bei Halsentzündungen oder Husten.

Eibisch Wirkung und AnwendungZahnenden Kleinkindern gab man übrigens früher die Wurzel zum Kauen; getrocknete Wurzelstücke gelten als die ältesten Hustenbonbons.

Heilend soll auch der Tee wirken, der als Kaltauszug aus der Wurzel zubereitet wird. Drei Teelöffel Wurzel werden mit kaltem Wasser übergossen und acht Stunden stehen gelassen. Nur leicht erwärmt trinken. Er hilft bei Erkrankungen der Atemwege und der Harnorgane sowie bei Magen und Darmkatarrhen. Äußerlich angewendet wird der Kaltwasserauszug als Gurgelwasser und zu Umschlägen bei Hautkrankheiten verwendet. Eibischextrakte werden auch in Hautkosmetika verwendet.

Auch in der Kosmetikindustrie wird Eibisch häufig verwendet.

Heilwirkung: Eibisch wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, tonisierend und hilft bei Erkältungen, Bronchitis, Husten, Luftröhrenentzündungen, Halsentzündungen, Heiserkeit, Mundschleimhautentzündungen, Magenschleimhautentzündungen, Magenübersäuerung, Magengeschwür, Durchfall, Blähungen, Verstopfung, Epilepsie, Mundgeruch, Blasenentzündung, Blasensteine, Wunden, Leichte Verbrennungen, Feuchte Ekzeme, Trockene Haut, Rissige Haut, Bisse, Splitter, Insektenstiche, Quetschungen, Furunkel und Muskelkater.