Category Archive: Giftige Pflanzen

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Giftpflanzen

Pflanze Einstufung Giftige Teile Folgen der Vergiftung
Alpenveilchen giftig Blätter, Knolle Krämpfe, Schwindel, Kreislaufstörungen
Aprikose Samen Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Krämpfe, Ohnmacht
Aubergine Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Bärenklau giftig alle Pflanzenteile Rötung, Blasen, Juckreiz
Bilsenkraut sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden, Halluzinationen
Blauregen giftig Samen, Hülsen Verdauungsstörungen, Kreislaufbeschwerden
Brechnuss alle Pflanzenteile, vor allem Samen Tod
Brunfelsia Wurzel Atemlähmung
Buchsbaum gering giftig – giftig alle Pflanzenteile, vor allem Blätter Erbrechen, Krämpfe, Tod
Christrose sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden
Dieffenbachien Grüne Teile, vor allem Pflanzensaft Hautreizung, Herzrhythmusstörungen bei oraler Einnahme
Efeu gering giftig – giftig alle Pflanzenteile in geringer Konzentration auch Heilwirkung, bei hoher Dosierung Magenbeschwerden, Fieber
Eiben giftig – sehr giftig Kern der Beere, Blattwerk, Rinde, Holz Bewusstseinsstörungen, Kreislaufkollaps, Atemlähmung
Einbeere sehr giftig alle Pflanzenteile Nierenschäden, ZNS-Störungen, tödlich
Engelstrompete sehr giftig alle Pflanzenteile Bewusstseinsstörungen, Sedierung, Tod durch Herzversagen
Eisenhut sehr giftig alle Pflanzenteile Unterkühlung, Herz-/Atemlähmung, Krämpfe, Tod
Gartenbohne sehr giftig rohe Bohnenhülsen und ihre Samen Erbrechen, Fieber, Krampfanfälle und Schock
Gefleckter Schierling sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Goldlack alle Pflanzenteile, vor allem Samen Hautreizung, Herzrhythmusstörungen
Goldregen giftig – sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Hahnenfuß gering giftig – giftig alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Herbstzeitlose sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Übelkeit, Tod durch zentrale Atemlähmung (20-40 mg)
Holunder Beeren (roh), Blätter, Triebe, Rinde Brechreiz
Hundspetersilie sehr giftig alle Pflanzenteile Tod
Hyazinthe gering giftig Zwiebel Brechreiz
Ignatius-Brechnuss Samen Atemnot, Krämpfe
Iris Stängelteil im Boden Verdauungsstörungen
Kartoffel giftig alle Pflanzenteile über der Erde, grüne Knollen Durchfall, Atemlähmung
Kirschlorbeer giftig Blätter, Samenkern Bauchschmerzen, Übelkeit
Maiglöckchen gering giftig – giftig Blätter, Blüten Herzrhythmusstörungen
Stinkende Nieswurz sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Krämpfe
Ongaonga Blätter Brennreiz mit Rötungen und Blasen, Nervenstörungen
Oleander giftig Blätter, Zweige Verdauungsstörungen
Rhabarber Blattspreite Krämpfe, Nierenstörungen
Rhododendron giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
Rittersporn alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Ruhmeskrone alle Pflanzenteile Übelkeit, Atemlähmung
Schellenbaum alle Pflanzenteile Hautreizungen, Bewusstseinsstörungen
Seidelbast sehr giftig Beeren Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislaufstörungen
Stechapfel sehr giftig alle Pflanzenteile Fieber, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen
Taumel-Kälberkropf Grüne Teile, auch als Heu Lähmung
Tollkirsche sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Beeren Halluzinationen, Tobsucht, Schüttelkrämpfe
Tomate Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Wasserschierling sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Brechreiz, Krampfanfälle
Weißer Germer alle Pflanzenteile, vor allem Wurzel Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemnot
Wunderbaum sehr giftig Samen Übelkeit, Fieber, Herzrhythmusstörungen

Andere Giftige Pflanzen:

Aronstab

Aronstab (Arum maculatum) – Beschreibung: Der Gefleckter Aronstab ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimeter erreicht. Er ist ein Geophyt, der ein knolliges, walnussgroßes Rhizom als Überdauerungsorgan besitzt. Die dunkelgrünen, bei der Nominatform oft mit dunklen Flecken (daher der Name), Laubblätter sind breit pfeilförmig, lang gestielt und 10 bis 20 cm lang.

Die Pflanzen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Der Blütenstand besteht aus dem sogenannten Kolben und der gelbgrünen Spatha. Araceae haben nur dieses eine Hochblatt, die Spatha, pro Blütenstand, es ist tütenförmig eingerollt. Am Kolben sitzen unten die weiblichen Blüten und darüber die fertilen männlichen (in der Mitte), über den fertilen männlichen Blüten sitzt ein Kranz steriler, borstiger Blüten. Die Bestäubung der Blüten erfolgt vor allem durch Schmetterlingsmücken. Die eingeschlechtigen Blüten haben keine Blütenhüllblätter. Die reifen Beeren sind leuchtend rot. Blütezeit ist im April und Mai.

Im frischen Zustand ist er sehr giftig, durch Trocknen lässt sich die Giftigkeit ein wenig reduzieren.

Inhaltsstoffe: Aronstab enthält Aroin, Lycopin, Coniin, Oxalat-Raphide, Oxalsäure, Stärke, Saponin, Glykoside, Calciumoxalat.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Blätter.

Aronstab Wirkung und AnwendungWirkung von Aronstab und Anwendung: Aronstab wird in der Homöopathie selten bei Entzündung und Schwellung der Mund-, Rachen- und Kehlkopfschleimhäute mit Heiserkeit, Schleimbildung und krampfhaftem Husten mit Brennen, Stechen und Auswurf angewandt. Zur Herstellung der Urtinktur werden laut deutschem Homöopathischen Arzneibuch HAB 2005 die frischen, vor Entwicklung der Blätter gesammelten unterirdischen Teile verwendet.

In der Volksheilkunde wurde Aronstab bei Entzündungen des Magens und des Darmes mit Krämpfen, Brennen, Würgen und Auswurf blutigen Schleimes verwendet. Meist wurde die Droge in Tropfenform ein paar Mal am Tag mit einem Glas warmen Wassers genommen, oder auch zum Gurgeln. Da die Pflanze sehr giftig ist, muss von solch einer Verwendung abgeraten werden.

In der Schweizer Volksmedizin werden drei bis vier im März gepflückte erste Blätter in etwa einem Liter Kernobstbrand eingelegt und als Erkältungsmittel angewandt. Die Einnahme erfolgt kombiniert mit dem Konsum großer Mengen schweisstreibenden Tees (z.B. Hagebutte). Die Anwendung gilt als Rosskur und ist insbesondere bei Herzbeschwerden nicht empfohlen.

Heilwirkung: Aronstab wirkt schleimlösend, harntreibend, schweisstreibend und Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Asthma, Husten, Krampfhafte Bronchitis, Masern, Mumps, Rachenkatarrh, Scharlach, Schnupfen, Mundschleimhautentzündung, Rheuma, Verstauchungen und Furunkel.

Wichtige Hinweise: Aronstab ist giftig! Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder getrocknet und stark verdünnt anwenden.

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