Bockshornklee

Bockshornklee – Beschreibung: Die kleeartigen Blätter sind dreizählig, gestielt, etwa zwei Zentimeter lang, länglich eiförmig und an den Enden etwas gesägt. Die Pflanze hat runde, verzweigte Sprosse und eine lange Pfahlwurzel. Sie blüht von Mai bis Juni. Die Blüten sind klein, gelblich weiß und am Grunde hellviolett und stehen an einem kurzen Stiel in den Blattachseln. Aus ihnen entwickeln sich bis 10 cm lange, schmale, hornförmige Hülsen. In ihnen befinden sich die harten, rechteckigen Samen. Die gesamte Pflanze hat einen starken Geruch. Sie bevorzugt Standorte mit viel Sonnenlicht und eher lehmigem Boden.

Inhaltsstoffe: Aus den Samen des Bockshornklees kann ein fettes Öl mit Triglyceriden der Linolen-, Palmitin-, Linol- und Ölsäure gewonnen werden. Sie enthalten Lecithin und Phytosterin, Schleimstoffe, Saponine und Sapogenine, die Vitamine A und D, Phosphor und einen Wirkstoff Cholin, das der Verfettung der Leber entgegenwirkt, den Stoffwechsel positiv beeinflusst und Arterienverstopfung bekämpft.

Verwendete Pflanzenteile: Medizinisch verwendet werden die reifen, getrockneten Samen.

Bockshornklee Wirkung und AnwendungWirkung von Bockshornklee und Anwendung: Er enthält eine Aminosäure, die Leberschädigungen entgegenwirkt, das Histidin. In Deutschland noch oft als Unkraut angesehen, wird Bockshornklee in Frankreich angebaut und bei der Behandlung von tuberkulösen Prozessen eingesetzt. Der Tee ist vor allem in China, Indien und Tibet bekannt. Er wird dort als Hustenmittel und zur Reinigung der Atemwege eingesetzt. Der nachgewiesene Diosgeningehalt (s. a. Dioscorea villosa) verspricht einen Einsatz zur Bekämpfung von Dickdarmkrebs.

Bockshornkleesamen werden in der Pflanzenheilkunde bei leichterem oder als Begleitmedikation auch bei schwererem Diabetes mellitus eingesetzt (ähnlich einem oralen Antidiabetikum). Sie bewirken nachweislich eine Senkung des Blutzuckers und des LDL-Cholesterins. Eine übliche Dosis sind ungefähr 25 Gramm Samenpulver pro Tag.

Äußerliche Anwendung als Auflage oder Wickel hemmt Entzündungen und lindert Nasennebenhöhlenentzündungen, Atemwegsbeschwerden oder Rheuma, ferner auch Hauteiterungen oder Ekzeme. Dazu werden 50 Gramm Samen gemahlen und mit 250 Milliliter Wasser zu einem Brei verkocht.

Bockshornklee wird auch oft als milchbildendes Mittel von stillenden Frauen verwendet.

Bockshornkleesamen sind als Tee, als Pulver oder als fertige Auflagen erhältlich. Des Weiteren sind Nahrungsergänzungsmittel mit Bockshornsamenpulver oder Bockshornsamenkonzentrat im Handel.

Heilwirkung: Bockshornklee wirkt blutbildend, entzündungshemmend und schleimlösend. Es hilft bei Appetitlosigkeit, Husten, Bronchitis, Halsschmerzen, Magerkeit, Blasenentzündung, Allgemeinschwäche, Bluthochdruck und Verdauungsstörungen.