Bärlauch

Bärlauch (Allium ursinum) – Beschreibung: Bärlauch ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 20 bis 50 Zentimeter erreicht. Diese Art hat einen geraden, zwei- oder dreikantigen, aufrechten Stängel. Die Pflanze hat grundständige, langgestielte Laubblätter mit ei-lanzettförmigen Blattspreiten, die jeweils zwei bis fünf Zentimeter breit sind.

Bärlauch bildet einen doldigen Blütenstand aus fünf bis zwanzig Blüten. Er blüht mit weißen, sternförmigen, dreizähligen Blüten mit je sechs gleichgestalteten Blütenhüllblättern (Tepalen).

Sein Geruch ähnelt dem des Knoblauchs, ist aber weniger stark ausgeprägt. Seine Blätter erscheinen ab Februar/März, er blüht von April bis Juni, und mit der Blüte endet die Erntezeit. Die zwei bis drei Millimeter großen Samen des Bärlauchs haben kleine, fleischige Anhängsel, so genannte Elaiosomen, die ihre Verschleppung durch Ameisen und die erfolgreiche Ausbreitung der Pflanzen sicherstellen (Myrmekochorie). Allerdings produziert nur etwa die Hälfte der Blüten fruchtbare Samen, da die Befruchtungsrate der Blüten gering ist. Als typischer Frühjahrsgeophyt beendet der Bärlauch seinen Wachstumszyklus Ende Mai nach dem Abblühen, und die Pflanze zieht wieder in die Erde ein.

Inhaltsstoffe: Bärlauch enthält Ascorbinsäure (Vitamin C), Eisen, Magnesium, Mangan, Biokatalysatoren, Flavonoide, Fructosane, Lauchöl.

Verwendete Pflanzenteile: Die frischen oder getrockneten oberirdischen Pflanzenteile von Bärlauch.

Bärlauch Wirkung und AnwendungWirkung von Bärlauch und Anwendung: Über die tatsächliche medizinische Wirkung liegen keine gesicherten Kenntnisse vor. Die Volksmedizin schreibt der Pflanze positive Wirkungen bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Verdauungsstörungen zu, insbesondere bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Durchfall. Sie wirkt angeblich auch als gutes pflanzliches Antibiotikum. Wenn der Bärlauch bereits aufgeblüht ist, gelten die Blätter nicht mehr als heilsam; wohl aber die Blüten.

Ähnlich wie Knoblauch wirkt er vorbeugend gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und Magen-Darm Erkrankungen.

Heilwirkung: Arterienverkalkung, Entschlackungsmittel, Thrombose, Müdigkeit, Herzrythmusstörungen, Tinnitus, Gicht, Magen-Darm-Katarrh.

Bärlauch wirkt adstringierend, anregend, antibiotisch, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, harntreibend, tonisierend.