Baldrian

Baldrian – Beschreibung: Echter Baldrian ist eine mehrjährige krautige Pflanze von 1 bis 2 m Höhe, die Rhizome als Überdauerungsorgane ausbildet. Sie hat sattgrüne, gefiederte Blätter von etwa 20 cm Länge, die unteren gestielt, die oberen sitzend. Die Fiedern sind oval oder lanzettlich, ganzrandig oder ungleich gesägt.

In dichten, endständigen, (schirm)rispigen Blütenständen öffnen sich kleine hellrosafarbene, süßlich duftende Blüten von 4 bis 5 mm Durchmesser. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Inhaltsstoffe: Baldrian enthält unter anderem ätherisches Öl (neben Valerensäure u.a. auch die Isovaleriansäure, die für den unangenehmen Geruch des Wurzelstocks verantwortlich ist), Valepotriate und Alkaloide.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel.

Baldrian Wirkung und AnwendungWirkung von Baldrian und Anwendung: Medizinische Verwendung findet der gesamte Wurzelstock mit seinen Verzweigungen. Er wird zwischen August und Oktober ausgegraben, getrocknet, zerkleinert und sicher vor Katzen aufbewahrt. Besonders beim Trocknungsprozeß entströmt der charakteristische Baldriangeruch, der Katzen anzieht und sie geradezu in Entzückung geraten lässt.

Bei allen Zuständen von Nervosität, Schlaflosigkeit und vielen psychosomatisch bedingten Krankheiten kann Baldrian als Tee, Tinktur oder Pulver eingesetzt werden.

Unbestritten sind die beruhigenden und einschlaffördernden Wirkungen, die wahrscheinlich das Ergebnis des Zusammenspiels der einzelnen Inhaltsstoffe und deren bei der Zubereitung entstehenden Abbauprodukte ist.

in der Volksmedizin zählt er in manchen Gegenden zu den Augenpflanzen. Augenwurz wurde er genannt und als „Augenbündeli“ um den Hals getragen. Dieses Kräuteramulett galt als Sympathiemittel bei entzündeten Augen. In Siebenbürgen kaute man gegen trübe Augen Baldrianwurzeln und hauchte den Atem dann über die Augen. Hildegard von Bingen empfahl Baldrian auch gegen Brustfellentzündungen.

Hinweise: Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit verwenden. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren verwenden.