Steinklee

Steinklee (Melilotus officinalis) – Beschreibung: Der Gelbe Steinklee ist eine zweijährige bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 (bis 200) cm erreicht. Aufrechte Pflanze mit dreiteiligen, gezähnten Blättern und kleinen gelben Blüten.

Inhaltsstoffe: Steinklee enthält Glykoside, Melilotin, Cumarin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleim, Cholin.

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut.

Wirkung von Steinklee und Anwendung: Wegen seines ausgedehnten Wurzelwerks kann der Gelbe Steinklee zur Befestigung von Kies- und Schutthängen verwendet werden. Wegen seines Nektarreichtums ist er bei Imkern sehr beliebt und wird daher auch gerne ausgesät. Die frischen oder getrockneten Blätter und die blühenden Triebe werden als pflanzliches Arzneimittel gegen Ödeme und als Venentonikum eingesetzt. Die Hauptwirkstoffe sind (bis zu 1 %) Cumarin, das enzymatisch aus Melilotosid bei Trocknung oder Verwundung des Pflanzengewebes gebildet wird neben Melilotin. Zur Anwendung kommen oft Fertigpräparate, damit Vergiftungserscheinungen durch Überdosierung vermieden werden. Die Anwendung ist in der Schwangerschaft kontraindiziert und bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln ist Vorsicht geboten. Das Cumarin ist aber auch verantwortlich für den angenehmen Duft des Steinklees nach Waldmeister. Das blühende Kraut wird deshalb auch nach Trocknung für Duftsträuße und zur Aromatisierung von Getränken verwendet.

Steinklee wird äußerlich in Form eines Breiumschlages, bei Prellungen, Verstauchungen und in Form von Auflagen, Kräuterkissen, Salben und Pflastern gegen Schwellungen, Entzündungen eingesetzt.

Innerlich als Tee (Steinklee Tee) oder Tinktur nimmt man ihn gegen Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne, Lymphstauungen und Hämorrhoiden.

Heilwirkung: Steinklee und Steinklee Tee wirken beruhigend und hilfen bei Kopfschmerzen, Migräne, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Krampfadern, Blutergüsse, Rheumatische Gelenkentzündungen, Hämorrhoiden, Ödeme, Furunkel, chronische Bronchitis, Einschlafstörungen.

Schafgarbe

Schafgarbe (Achillea millefolium) – Beschreibung: Die Schafgarbe ist eine häufige Pflanze der Acker-, Weg- und Wiesenränder. Sie ist eine ausdauernde, krautige oder halbstrauchige Pflanze, die eine Wuchshöhe von sieben bis 70 (100) Zentimetern erreichen. Das Rhizom ist dünn und waagrecht. Es bildet bis zu 50 Zentimeter lange unter- oder oberirdische Ausläufer mit sterilen Trieben. Die Blätter sind zwei bis drei- (vier-)fach fiederteilig und haben über 15 Fiederpaare erster Ordnung.

Der Hauptschirm ist weniger dicht und nie von seitlichen Schirmkorbrispen übergipfelt. Er hat einen Durchmesser von vier bis 15 Zentimetern. Die Internodien in der Stängelmitte sind sehr selten verkürzt.

Inhaltsstoffe: Schafgarbe enthält Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Azulen, Eukalyptol, Bitterstoffe, antibiotische Substanzen, Gerbstoffe, Salicylsäure, Triterpene und ätherische Öle.

Verwendete Pflanzenteile: Kraut und Blüten.

Wirkung von Schafgarbe und Anwendung: Schafgarbe wird als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet, das Kraut heißt als Droge “Herba Millefolii”.

Als Heilpflanze werden das Schafgarbenkraut und die Blüten der Gemeinen Schafgarbe verwendet. Alternativnamen sind Blutstillkraut und Wundkraut sowie Zimmermannskraut, was auf ihre blutstillende Wirkung hinweist. Der Name Achillea millefolium leitet sich von dem Kriegshelden Achilles ab, der vor Troja die frischen Kriegswunden eines Kampfgefährten mit Schafgarbe behandelt haben soll.

Heute hilft Schafgarbentee hauptsächlich bei Problemen des Magen-Darm-Trakts, bei Blähungen und bei Appetitlosigkeit.

Heilwirkung: Schafgarbe wirkt blutstillend, antibakteriell, entzündungshemmend, gefässtonisierend, krampflösend und gallensekretfördernt. Sie hilft bei durch Krampfadern verursachte Beschwerden, Frauenkrankheiten wie Menstruationsbeschwerden, Allergien, Appetitlosigkeit, Bronchitis, Durchfälle, dyseptischen Beschwerden, Fieber, Grippe, Haut- und Schleimhauterkrankungen, Hitzewallungen, Heuschnupfen, Kreislaufstörungen, Magen-Darmbeschwerden, Parkinson-Krankheit, Schließmuskelschwäche, Schuppenflechte, Zysten und Eisprungschmerzen.

Paprika

Paprika (Capsicum-annuum) – Beschreibung: Die Paprikapflanzen werden bis zu 150 cm hoch und wachsen als buschiger Halbstrauch, aber meistens nach oben gestreckt. In der Nähe der Wurzel verholzen die Pflanzen relativ leicht. Die Blätter sind nach vorn zugespitzt, zwischen 5 und 25 cm lang und zwischen 3 und 15 cm breit.

Inhaltsstoffe: Paprika enthält relativ viel Vitamin C, außerdem Vitamine A, E, B1, B2 und B6. 100 g rohe Paprika enthalten 19 Kalorien, 1,1 g Protein, 3 g Kohlenhydrate und 0,29 g Fett. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind etwa: 290 mg Kalium, 20 mg Magnesium, 15 mg Calcium, 5 mg Tocopherol pro 100 g Paprika.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte.

Wirkung von Paprika und Anwendung: Paprika wird als Gewürz verwendet.

Heilwirkung: Paprika hilft bei Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen, Rheumatische Beschwerden, Verdauungsschwäche.

Dost / Oregano

Dost / Oregano – Beschreibung: Beim Wilden Majoran handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 70 cm erreicht. Charakteristisch ist ihr ausgeprägter herb aromatischer Duft und Geschmack. Aus einem oft etwas holzigen Rhizom (umgangssprachlich ‘Wurzelstock’) treibt der aufrecht wachsende, vierkantige und von Grund an gabelig verzweigte Stängel. Dieser weist ebenso wie die meist rötlich überlaufenen Zweige eine leichte Behaarung auf.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol und Cymol, Gerb- und Bitterstoffe. Der Vitamin-C-Gehalt der frischen Droge beträgt 267,2 mg pro 100 g Frischgewicht.

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut und Blätter.

Wirkung von Dost / Oregano und Anwendung: Dost war bereits den Griechen als Heilmittel bekannt (Dioscurides berichtet über sie im 1. Jahrhundert n. Chr.) und hatte vor allem im Mittelalter einen legendären Ruf. Hippokrates diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden.

In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost selten als Bestandteil einer Teemischung gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden Verwendung.

Oreganoöl zählt aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Phenolen in der Aromatherapie zum “schweren Geschütz” gegen Bakterien und ist eines der stärksten natürlichen Antibiotika überhaupt. Da es die Haut reizen kann, sollte die Anwendung nur innerlich und mit einem Trägeröl (z.B. Sonnenblumenöl) verdünnt erfolgen. Als Einzeldosis gibt man 50 mg (2 Tropfen) bis zu 10-mal täglich.

Nachgewiesen werden konnten weiterhin eine positive Wirkung bei Verdauungsbeschwerden sowie Erkrankungen der oberen Atemwege.

Heilwirkung: Oregano wirkt antiseptisch, antiviral und hilft bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Husten, Krampfhusten, Keuchhusten, Menstruationsbeschwerden, Mundentzündungen, Rachenentzündungen, Cellulitis, Ekzeme, Psoriasis und Verdauungsstörungen.

Bittersüßer Nachtschatten

Bittersüßer Nachtschatten – Beschreibung: Der Bittersüße Nachtschatten ist ein giftiger Halbstrauch. Der Bittersüße Nachtschatten ist meist ein kletternder oder niederliegender Halbstrauch, der Wuchshöhen von 30 bis 200 (bis 700) cm erreichen kann. Seine unteren Teile verholzen; die oberen grünen, krautigen Teile aber erfrieren meist im Winter. Die Pflanze bildet homogame ‘Pollen-Glockenblüten’ in rispigen Wickeln. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Kelchblätter sind 1,5 bis 2 mm breit und 2 bis 3 mm lang. Die dunkel-violetten Kronblätter sind 5 bis 8 mm lang. Die auffälligen fünf gelben, etwa 2,5 bis 4 mm langen Staubblätter haben miteinander verwachsene, 2 bis 3,5 mm lange Staubbeutel (Antheren). Die Staubblätter werden nur durch den 5,5 mm langen Griffel überragt. Die Früchte sind längliche, etwas gebogene, im reifen Zustand durch Karotinoide knallrot gefärbte Beeren. Die giftigen Beeren sind reich an Zucker, im Geschmack anfangs bitter, später süß und enthalten jeweils etwa 30 Samen (1,5 bis 2 mm Durchmesser). Es findet Verdauungsverbreitung statt und es handelt sich um Wintersteher. Die Fruchtreife ist zwischen August und Oktober.

Inhaltsstoffe: Alkaloide, Atropin, Bitterstoffe, Campesterol, Cycloartenol, Gerbstoff, Gerbsäure, Saponine, Solacein, Solamarin, Solanein, Solanin, Solasodin, Steroidalkaloidglykoside, Stigmasterol, Tomatidenol.

Verwendete Pflanzenteile: Beeren, Blätter, Stengel und Wurzelrinde.

Wirkung von Bittersüßer Nachtschatten und Anwendung: Innere Anwendung nur unter ärztlicher Aufsicht! Der Bittersüße Nachtschatten enthält Steroidalkaloidglykoside, Steroidsaponine und Gerbstoffe, die adstringierend, antimikrobiell und hautreizend wirken.

Hilft gegen Hauterkrankungen, Gicht, Husten und Rheuma. Außerdem wird Nachtschatten auch gegen Asthma, Entgiftung, Fieber, Gelbsucht, Krebs, Übelkeit und Schmerzen verwendet.

Heilwirkung: Bittersüßer Nachtschatten wirkt adstringierend, antiallergisch, antimikrobiell, antimykotisch, antirheumatisch, auswurffördernd, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, fiebersenkend, gewebeverdichtend, harntreibend, kortisonähnlich, kühlend, narkotisierend, schleimhautreizend, schleimlösend und schmerzstillend.

Hinweise: Nicht während Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren anwenden!

Nachtkerze

Nachtkerze Pflanze (Oenothera biennis) – Beschreibung: Die Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährige krautige Pflanze. Sie bildet eine auf dem Boden aufliegende Rosette mit fleischiger Pfahlwurzel. Im zweiten Jahr erhebt sich daraus ein blütenreicher, traubig verzweigter und drüsig behaarter Blütenstand, der etwa einen Meter hoch, oftmals aber auch – bei idealem Standort – bis zu zwei Meter hoch wird. Dieser Blütenstand trägt etwa zwei bis drei Zentimeter lange, intensivgelbe Stieltellerblüten, die vierzählig sind und in der Achsel eines Tragblattes sitzen.

Inhaltsstoffe: Nachtkerze enthält in Samen: Fettsäuren (Gamma-Linolensäuren); in Blätter: Gerbstoffe; in Wurzeln: Stärke, Eiweiss, Mineralstoffe

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel und Fettes Öl der Samen (Nachtkerzenöl).

Wirkung von Nachtkerze & Nachtkerzenöl Wirkung und Anwendung: Die Blätter kann man als Tee innerlich oder äusserlich als Kompresse anwenden. Zerstoßen können die Samen direkt auf die Haut bei Ausschlägen aufgebracht werden.

In der Naturheilkunde hat heute vor allem das Nachtkerzenöl eine Bedeutung. Dieses aus den Samen der Nachtkerze gewonnene fette Öl wird zur Behandlung und zur symptomatischen Erleichterung von Neurodermitis innerlich eingesetzt.

Von der Gemeinen Nachtkerze sind neben der Wurzel auch die Blätter, die Blüten und die Samen essbar. Die Wurzel kochte man wie Schwarzwurzeln oder Pastinaken in Fleischbrühe. Die gekochten Wurzeln wurden gelegentlich auch in Scheiben geschnitten und mit Essig und Öl angemacht. Geerntet werden die rübenförmigen Wurzeln vom Herbst des ersten Jahres (Rosettenstadium) bis zum Frühjahr. Ähnlich wie andere alte Gemüsepflanzen ist auch die Gemeine Nachtkerze aus der Mode gekommen. In der modernen Küche werden die Blütenblätter jedoch gelegentlich als essbare Dekoration verwendet.

Heilwirkung: Neurodermitis, Juckreiz, Schuppung oder Rötung können durch die Einnahme oder das Auftragen auf die Haut gebessert werden. Präparate aus dem Nachtkerzenöl werden auch als diätetisches Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Auch hilft bei Regelbeschwerden der Frau.

Blätter wirkt adstringierend, beruhigend und hilft bei Durchfall, Husten, Asthma, Bluthochdruck, Gicht, Ekzem, Quetschung, Magenbeschwerden, Darmbeschwerden, Wechseljahrsbescherden. Die Samen hilft gegen Arteriosklerose und Hautprobleme wie Ekzeme.

Nachtkerzenöl Nebenwirkungen: Der Einsatz von Nachtkerzenöl hat nur geringe oder keine Nebenwirkungen. Bei der Einnahme von Nachtkerzenöl treten gelegentlich Übelkeit, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen und Kopfschmerzen auf; Überempfindlichkeitsreaktionen werden selten beobachtet. Auch sind allergische Hautreaktionen beobachtet worden. Es besteht der Verdacht, dass Nachtkerzenöl Anfälle bei Epileptikern begünstigt.

Mutterkraut

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) – Beschreibung: Das Mutterkraut ist mehrjährige, etwa 60 Zentimeter hoch und riecht stark aromatisch. Der Stängel ist gerippt und oben verzweigt. Die Blätter sind zart, hellgrün, fast unbehaart, eiförmig und dabei gefiedert bis fiederspaltig. Die Blütenköpfchen sind meist gefüllt, 13 bis 22 Millimeter im Durchmesser und stehen zu fünf bis 30 in lockeren Doldenrispen. Die Zungenblüten sind weiß, die Röhrenblüten gelb; sie erinnern ein wenig an die Kamille.

Inhaltsstoffe: Mutterkraut enthält ätherischen Öl, Campher, Gerbstoff, Borneol, Kampfer, Carvacrol, Sabinol, Santamarin, Thymol, Sesquiterpenlactone und Flavonoide.

Verwendete Pflanzenteile: Kraut (getrockneten oberirdischen Pflanzenteile).

Wirkung von Mutterkraut und Anwendung: Die Blätter des Mutterkrauts vermindern nachweislich das Auftreten von Migräneanfällen, wenn sie über Wochen regelmäßig prophylaktisch eingenommen werden.

Sie sollen außerdem anregend, verdauungsfördernd und beruhigend wirken und Parasiten im Darm bekämpfen. Äußerlich angewendet sollen sie auch gegen Hauteiterungen helfen und Insekten abwehren.

Die enthaltenen Parthenolide hemmen die Bildung von Prostaglandinen und wirken auf das Serotonin. Sie werden neuerdings auch als mögliche Grundlage eines neuen Medikamentes gegen Leukämie angesehen.

Wenn man direkt nach einer Entbindung Mutterkrauttee trinkt, wird der Uterus stimuliert.

Heilwirkung: Mutterkraut wirkt anregend, entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd und hilft bei Kopfschmerzen, Migräne, Erkältungen, Husten, Asthma, Rheuma, Gicht, Depressionen, Fieber, Magenschwäche, Blähungen, Verstopfung, Gelenkentzündungen.

Mutterkraut Nebenwirkungen: Das Mutterkraut kann beträchtliche Neben­wirkungen haben, wie Mundge­schwüre, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und Haut­ausschläge.

Nicht bei Allergien gegen Mutterkraut oder andere Korbblütler anwenden. In seltenen Fällen können allergische Hautreaktionen (Kontaktdermatitis) an Mund und Zunge auftreten, dann sollte auf eine weitere Einnahme verzichtet werden. Mutterkraut nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit einsetzen und aufgrund mangelnder Untersuchungen auch nicht bei Kindern unter 12 Jahren verwenden.

Mönchspfeffer

Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) – Beschreibung: Der Strauch kann eine Höhe bis zu vier Metern erreichen und hat hellbraune Zweige. Die Blätter stehen kreuzweise gegenständig und sind handförmig fünf- bis siebenzählig. Die Blüten sind klein, bestehen aus dichten endständigen Blütenständen und haben eine violette, blaue, rosa oder weiße Farbe. Optisch ist er dem Hanf sehr ähnlich, weshalb es leicht zu Verwechselungen kommen kann. Die fleischigen rotschwarzen Früchte wurden als Gewürz und Anaphrodisiakum verwendet. Die Frucht besteht aus einer viersamigen Scheinbeere.

Inhaltsstoffe: Mönchspfeffer enthält ätherisches und fettes Öl, Iridoidglykoside, Casticin, Flavonoide, Aucubin, Agnusid.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte und Blätter.

Mönchspfeffer Wirkung und Anwendung: Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, die zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms beziehungsweise für die Linderung von Wechseljahrbeschwerden eingesetzt wird. Sie fördert auch die Hormonregulation bei unregelmäßigem Zyklus.

Da der Mönchspfeffer auch die Bildung der Gelbkörperhormone fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit zum Teil belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperinsuffizienz oder erhöhten Gelbkörperspiegeln angewendet. Die Anwendung erfolgt durchgehend (1. und 2. Zyklushälfte) mit industriell hergestellten und daher standardisierten Dosierungen.

Als Nebenwirkung kann es zu Juckreiz kommen, auch kommt es durch die gestagenartige Wirkung häufig zu einer Verlängerung der Follikularphase, so dass der Nutzen bei verlängerten Zyklen diskutabel ist. Mönchspfeffer sollte nur angewendet werden bei erwiesener Lutealinsuffizienz oder regelmäßig sehr kurzen Zyklen von weniger als 21 Tagen.

Man kann den Mönchspfeffer übrigens auch gegen PMS-Beschwerden vor den Wechseljahren einsetzen.

Frauen, die unter einem mit unregelmäßigem Zyklus leiden, kann bei Kinderwunsch der Mönchspfeffer helfen.

Heilwirkung: Mönchspfeffer hilft bei Menstruationsstörungen, Premenstruellem Syndrom, Hodenentzündung, Prostataentzündung, Hyperprolaktinämie, Blutungsstörungen und Wechseljahresbeschwerden, außerdem fördert es die Hormon Regulation bei unregelmäßigem Zyklus.

Moltebeere

Moltebeere (Rubus chamaemorus) – Beschreibung: Die Moltebeere ist eine mehrjährige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 25 Zentimetern. In Vergesellschaftung mit Zwergsträuchern wie Rauschbeere, Sumpfporst werden auch Wuchshöhen bis 45 cm beobachtet.

Inhaltsstoffe: Moltebeere enthält Ascorbin- und Benzoesäure, Gerbsäure, Vitamin C.

Verwendete Pflanzenteile: Frucht und Blätter.

Moltebeere Wirkung und Anwendung: Die Moltebeere ist reich an Vitaminen und Spurenelementen und daher ein wertvolles Nahrungsmittel.

Die Frucht wurde wegen ihres hohen Ascorbin- und Benzoesäure-Gehaltes (letzterer bewirkt eine äußerst gute Lagerbarkeit) von nordischen Seeleuten und amerikanischen Inuit gleichermaßen als Mittel gegen Skorbut geschätzt.

Die Blätter der Moltebeere werden aufgrund ihres Gehaltes an Gerbsäure gegen Durchfall verwendet. Die Pflanze enthält darüber hinaus Diosgenin, ein Steroid und Vorstufe des weiblichen Hormons Progesteron, das gegen Gicht und Rheuma angewandt wird.

Heilwirkung: Moltebeere hilft bei Gicht, Rheuma, Durchfall.

Mistel

Mistel (Viscum album) – Beschreibung: Die Weißbeerige Mistel ist ein immergrüner, rundlicher und weitverästelter Halbschmarotzer und Laubbäumen von bis zu 80 cm Größe. Die eingeschlechtlichen unscheinbaren Blüten sitzen in der Gabel zwischen den Zweigen. Die Früchte der Weißen Mistel sind weiße, ein- bis zweisamige runde Scheinbeeren.

Inhaltsstoffe: Mistel enthält Viscotoxine, Alkaloid, Asparagin, Harz, Histamin, Inositol, Bitterstoff, Schleimstoffe, Saponine, Schleim, Tyramin, biogene Amine, Viscalbin, Viscin, Viscotoxin, Lectine, Xanthophyll, Zink, Flavonoide.

Verwendete Pflanzenteile: Zweige mit Blättern, Blüten und Früchten.

Mistel Wirkung und Anwendung: Die Früchte der Mistel wurden früher wegen des klebrigen Nährgewebes in der Frucht zur Herstellung von Vogelleim verwendet. In einigen europäischen Ländern ist diese Art des Vogelfangs bedauerlicher Weise immer noch ein beliebter Sport. Misteln eignen sich sehr gut für Wildgärten, da sie einfach anzupflanzen sind, denn es reicht aus, die frischen noch klebrigen Beeren an eine junge Borke eines geeigneten Wirtsbaumes anzuheften.

Alle Organe der Laubholz-Mistel enthalten giftige Inhaltsstoffe in Form von basischen Polypeptidgemischen (Viscotoxine). Die Stärke des Giftes ist von der Wirtspflanze abhängig. Ist der Wirt der Mistel eine Linde oder ein Ahorn, ist das Gift stärker als beispielsweise bei einem Apfelbaum.

Man geht davon aus, dass die Mistel pharmakologisch bedeutsame Inhaltsstoffe besitzt. Diese Inhaltsstoffe helfen bei Bluthochdruck. Zudem sollen sie auch Inhaltsstoffe besitzen, die in Zukunft eventuell bei Therapien (Mistel Therapie) gegen Krebs eingesetzt werden könnten. Die Wirkung dieser Stoffe ist jedoch noch umstritten.

Mistel kann innerlich oder äusserlich als Tee verwendet werden.

Heilwirkung: Mistel wirkt beruhigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend und hilft bei Krebserkrankungen, hoher Blutdruck, Herzrhytmusstörungen, Arteriosklerose, Magen- und Nervenschwäche, Rheuma, Ekzeme, Diabetes, Ödeme, Fieber, Wechseljahrs- Menstruationsbeschwerden, Epilepsie, Weissfluss.