Author Archives: Muratbey

Giftpflanzen

Pflanze Einstufung Giftige Teile Folgen der Vergiftung
Alpenveilchen giftig Blätter, Knolle Krämpfe, Schwindel, Kreislaufstörungen
Aprikose Samen Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Krämpfe, Ohnmacht
Aubergine Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Bärenklau giftig alle Pflanzenteile Rötung, Blasen, Juckreiz
Bilsenkraut sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden, Halluzinationen
Blauregen giftig Samen, Hülsen Verdauungsstörungen, Kreislaufbeschwerden
Brechnuss alle Pflanzenteile, vor allem Samen Tod
Brunfelsia Wurzel Atemlähmung
Buchsbaum gering giftig – giftig alle Pflanzenteile, vor allem Blätter Erbrechen, Krämpfe, Tod
Christrose sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden
Dieffenbachien Grüne Teile, vor allem Pflanzensaft Hautreizung, Herzrhythmusstörungen bei oraler Einnahme
Efeu gering giftig – giftig alle Pflanzenteile in geringer Konzentration auch Heilwirkung, bei hoher Dosierung Magenbeschwerden, Fieber
Eiben giftig – sehr giftig Kern der Beere, Blattwerk, Rinde, Holz Bewusstseinsstörungen, Kreislaufkollaps, Atemlähmung
Einbeere sehr giftig alle Pflanzenteile Nierenschäden, ZNS-Störungen, tödlich
Engelstrompete sehr giftig alle Pflanzenteile Bewusstseinsstörungen, Sedierung, Tod durch Herzversagen
Eisenhut sehr giftig alle Pflanzenteile Unterkühlung, Herz-/Atemlähmung, Krämpfe, Tod
Gartenbohne sehr giftig rohe Bohnenhülsen und ihre Samen Erbrechen, Fieber, Krampfanfälle und Schock
Gefleckter Schierling sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Goldlack alle Pflanzenteile, vor allem Samen Hautreizung, Herzrhythmusstörungen
Goldregen giftig – sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Hahnenfuß gering giftig – giftig alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Herbstzeitlose sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Übelkeit, Tod durch zentrale Atemlähmung (20-40 mg)
Holunder Beeren (roh), Blätter, Triebe, Rinde Brechreiz
Hundspetersilie sehr giftig alle Pflanzenteile Tod
Hyazinthe gering giftig Zwiebel Brechreiz
Ignatius-Brechnuss Samen Atemnot, Krämpfe
Iris Stängelteil im Boden Verdauungsstörungen
Kartoffel giftig alle Pflanzenteile über der Erde, grüne Knollen Durchfall, Atemlähmung
Kirschlorbeer giftig Blätter, Samenkern Bauchschmerzen, Übelkeit
Maiglöckchen gering giftig – giftig Blätter, Blüten Herzrhythmusstörungen
Stinkende Nieswurz sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Krämpfe
Ongaonga Blätter Brennreiz mit Rötungen und Blasen, Nervenstörungen
Oleander giftig Blätter, Zweige Verdauungsstörungen
Rhabarber Blattspreite Krämpfe, Nierenstörungen
Rhododendron giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
Rittersporn alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Ruhmeskrone alle Pflanzenteile Übelkeit, Atemlähmung
Schellenbaum alle Pflanzenteile Hautreizungen, Bewusstseinsstörungen
Seidelbast sehr giftig Beeren Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislaufstörungen
Stechapfel sehr giftig alle Pflanzenteile Fieber, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen
Taumel-Kälberkropf Grüne Teile, auch als Heu Lähmung
Tollkirsche sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Beeren Halluzinationen, Tobsucht, Schüttelkrämpfe
Tomate Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Wasserschierling sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Brechreiz, Krampfanfälle
Weißer Germer alle Pflanzenteile, vor allem Wurzel Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemnot
Wunderbaum sehr giftig Samen Übelkeit, Fieber, Herzrhythmusstörungen

Andere Giftige Pflanzen:

Heilwirkungen – A

In vielen Fällen konnte zwar, auch nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten, eine entsprechende Heilwirkung nachgewiesen werden, aber in einigen Fällen ist die mögliche Wirkung nicht nachgewiesen beziehungsweise rein spekulativer Natur.

Diese Abteilung enthält Heilpflanzen mit Buchstabe – A: wie Acker-Schachtelhalm, Adonisröschen, Akelei, Alant, Alpenveilchen, Alraunen, Aronstab, Artischocke, Andorn, Angelika (Engelwurz), Anis, Apfel, Arnika.

Pflanze Heilwirkung
Acker-Schachtelhalm Wundheilung, blutstillende Kraft, Rheuma, Gicht, Nieren, Harnwege, Ödeme, chronischer Husten
Adonisröschen Herzinsuffizienz
Akelei Nervosität, Schwächezustände, Hautkrankheiten
Alant Husten
Alpenveilchen Zyklusstörungen
Alraunen sehr giftig, Tod durch Atemlähmung
Aronstab Mund-, Rachen- und Kehlkopfschleimhäute, Heiserkeit, Schleimbildung, Husten, Magen, Darm
Artischocke Leber, fördert die Fettverdauung durch Anregung der Galle, hemmt die Cholesterinbildung im Blut
Andorn Schleimlösend und galletreibend
Angelika (Engelwurz) Magen-Darm, Rheuma, Bronchitis
Anis Husten, Krämpfe, Koliken, Blähung
Apfel Magen-Darm
Arnika Wundheilung, Herz, Rheuma
Tagged , , , , , , , , , , , , ,

Oleander

Oleander (Nerium oleander) – Beschreibung: Oleander ist bis zu fünf Meter hoch, eine immergrüne verholzende Pflanze. Er hat lanzettförmige, ledrige, etwa 6 bis 10 cm lange dunkelgrüne Blätter, die normalerweise zu dritt, quirlförmig angeordnet, am Ast stehen. Die Blüten stehen zu mehreren in Trugdoldenblüte. Oleander ist eine Giftpflanze.

Inhaltsstoffe: Oleander enthält Oleandrin, Oleanolsäure, Herz-Glykoside, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Wirkung von Oleander und Anwendung: Wie auch Fingerhutextrakt wird Oleander in der Homöopathie eingesetzt. Es wird dort als blutdrucksenkend angesehen und soll zur Stärkung des Herzens und zur Heilungsunterstützung bei z. B. Darmentzündung dienen. Auch psychische Wirkungen durch das enthaltene (Reserpin) sind möglich.

Oleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin. Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Bei stärkerer Dosierung können Herzrhythmusstörungen und Blockierungen der Erregungsleitung am Herzen auftreten, die zum Herzstillstand führen und tödlich enden können. Manchmal gelangt das Gift bei der Arbeit mit der Pflanze durch kleine Wunden in die Haut und kann Reizungen auslösen. Da die Blätter des Oleander extrem bitter schmecken, ist die Gefahr gering, dass kleine Kinder Oleander im Garten verzehren könnten. Jedoch schreiben schon antike Dichter über die Wirkungen der Pflanze, und im Mittelalter ist der Saft der Pflanze gegen Mäuse und Parasiten verwendet worden. Auch der gelbe Oleander (Thevetia peruviana) gilt als besonders giftig.

Heilwirkung: Oleander wirkt blutdrucksenkend, harntreibend, schleimlösend, schweisstreibend und hilft bei Herzschwäche, Herzmuskelentzündung, Darmbeschwerden, Blähungen, Ekzem.

Tagged , , , , , , , , , , , , ,

Odermennig

Odermennig (Agrimonia eupatoria) – Beschreibung: Der Gemeine Odermennig, auch als Ackerkraut genannt, wird bis zu 1,0 m hoch und zeichnet sich durch typisch unterbrochen gefiederte Blätter auf. Er hat tief im Boden verwurzelte Rhizome, aus denen die Stängel entspringen.

Inhaltsstoffe: Die wirksamen Pflanzenteile sind in den blühenden Sprossspitzen sowie in den Blättern enthalten. Die wichtigen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe des Catechintyps, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Triterpene, Gallotannine, Schleimstoffe, Pflanzensäuren sowie Kieselsäure.

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut

Wirkung von Odermennig und Anwendung: Das Odermennigkraut enthält Gerbstoffe, Schleimstoffe und Flavonoide, die eine adstringierende, entzündungshemmend und keimhemmende Wirkung haben.

Es kann als Tee (Odermennig Tee) innerlich und äusserlich verwendet werden.

Heilwirkung: Odermennig wirkt adstringierend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, harntreibend, leber- und galleanregend, appetitanregend, wurmwidrig, narbenbildend, wundheilend und hilft innerlich und äußerlich bei Appetitlosigkeit, leichten unspezifischen Durchfallerkrankungen, Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Darmprobleme, Entzündungen der Mund und Schleimhaut, Blasenleiden, Nierenleiden, leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut, Harnsteine, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Stimmbandreizung, Zahnfleischentzündungen, Leber- und vor allem Gallebeschwerden, Wunden, Halsweh, Heiserkeit, Rheuma, Wassersucht, Fieber.

Tagged , , , , , , , , , ,

Olive

Olive (Olea europaea) – Beschreibung: Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum, ist ein mittelgroßer Baum. Die mächtigen, weit auslaufenden Wurzeln des Olivenbaums reichen bis in eine Tiefe von 6 m. Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen.

Die vierzähligen, weißen oder gelben Blüten des Olivenbaumes sind zwittrig, können aber funktional eingeschlechtig sein. Aus der Blüte bildet sich nach der Befruchtung die Frucht: die begehrte Olive.

Inhaltsstoffe: Olive enthält Wasser 50 %, Öl 22 %, Zucker 19,1 %, Zellulose 5,8 %, Proteine 1,6 % und Bitterstoffe.

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Öl und Blätter.

Wirkung von Olive & Olivenöl und Anwendung: Aus den Oliven wird in der Hauptsache Olivenöl gepresst.

Der Olivenbaum wird genutzt: als Nahrungsmittellieferant, durch seine Frucht, die Olive, die weiterverarbeitet werden kann und als Lebensmittel genutzt wird. Direkt vom Baum ist die Olive jedoch wegen ihrer Bitterkeit kaum genießbar. Sie wird in eine Salzlake eingelegt, die ihr die Bitterstoffe entzieht, in der mediterranen Küche wird sie häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet. Ebenso wird aus ihr das Olivenöl gepresst, das vermutlich bekannteste Speiseöl. Es wird zum Braten und Kochen, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautkreme, verwendet.

Olive als medizinische Pflanze, speziell wegen seiner Blätter, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und das Immunsystem stärken sowie den Cholesterinspiegel senken. Das Öl ist gesund wegen des hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und verringert die Gefahr von Diabetes mellitus oder Krebs. Extra natives Olivenöl hat entzündungshemmende Wirkung. Der dafür verantwortliche Wirkstoff heißt Oleocanthal. Das Olivenöl soll einen großen Teil der gesundheitsfördernden Wirkung der sogenannten Kreta-Diät ausmachen.

Heilwirkung: Olive und Olivenöl stärken Immunsystem und helfen bei Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck.

Tagged , , , , , , , , , , , , , ,

Wiesenknopf

Wiesenknopf Pflanze (Sanguisorba officinalis) – Beschreibung: Der Große Wiesenknopf ist eine bis zu 100 cm hohe krautige Pflanze. Der Stängel ist aufrecht, rund, gerillt und kahl. Die Blätter sind gefiedert, mit 3-6 Fiederpaaren. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite blaugrün. Die Blütenköpfchen sind 1-3 cm lang und bestehen aus ca. 20-40 zwittrigen Blüten. Die Blüten sind dunkel rot-braun und bestehen aus zwei Vorblättern und 4 Kelchblättern.

Inhaltsstoffe: Wiesenknopf enthält Vitamin C, Saponine, Gerbstoffe, Flavone und Tannine.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel und Kraut.

Wirkung von Wiesenknopf und Anwendung: Die Art ist eine ausgezeichnete Futterpflanze und wird vom Vieh gern gefressen. In der Pflanzenheilkunde steht der Große Wiesenknopf seit dem Mittelalter in dem Ruf, ein gutes, blutstillendes Mittel zu sein, worauf auch der botanische Name hinweist. Auch die blutrote Farbe der Blütenköpfchen galt gemäß der Signaturenlehre als Zeichen für die blutstillenden Eigenschaften der Pflanze.

In vielen Gegenden ist der Große Wiesenknopf Bestandteil der Kräuterweihe.

Früher wurde der grosse Wiesenknopf gerne als Hausmittel angewandt, doch heute ist er nahezu in Vergessenheit geraten.

Heilwirkung: Wiesenknopf wirkt blutstillend, adstringierend, antibakteriell, entzündungswidrig, harntreibend, schmerzlindernd, tonisierend und Mundschleimhautentzündung, Magenschleimhautentzündung, Darmschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Fieber, Durchfall, Nierenschwäche, Blutungen, Zu starke Menstruation, Wunden und Furunkel.

Tagged , , , , , , , , , , ,

Weißdorn

Weißdorn – Beschreibung: Der Eingriffelige Weißdorn ist ein Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von 2 bis 6, selten bis 12 Metern erreicht und von anderen Weißdornarten nur schwer zu unterscheiden ist. Die Rinde ist dunkelbraun und weist orangefarbene Sprünge auf. Er hat Äste mit zahlreichen kräftigen Dornen und dichte Kronen. Ihre 5-7 Zentimeter langen Laubblätter sind bis zur Hälfte in drei bis sieben an der Spitze gezähnte Lappen geteilt; in den Nervenachseln befinden sich Haarbüschel. Die von Mai bis Juni vorkommenden Blüten sind in Gruppen von 5 bis 25 Stück angeordnet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen, weißen Blüten haben einen Durchmesser von 8 bis 15 Millimetern. Ihre vielen Staubblätter sind rot. Sie haben nur einen Griffel. Die etwas in die Länge gezogenen 8 bis 10 Millimeter langen, eiförmigen, fleischigen Früchte sind dunkelrot und enthalten nur einen (Stein)Kern.

Inhaltsstoffe: Weißdorn enthält oligomere Procyanidine, Flavonoide.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Blüten.

Wirkung von Weißdorn und Anwendung: Als Heilmittel wird der Weißdorn im europäischen Kulturraum erstmals im 1. Jahrhundert nach Christus von Dioskurides erwähnt. Die Verwendung von Heilkräutern wie beispielsweise Weißdorn ist aber auch Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auch von Indianerstämmen in Amerika ist bekannt, dass sie Weißdorn verwendeten.

Hauptindikation ist die chronische Myokardinsuffizienz im Anfangsstadium und als Folge davon ein zu niedriger Blutdruck. Volkstümlich finden Weißdornblätter mit Blüten aber auch breitere Anwendung, zum Beispiel bei Nervosität.

Weißdorn steigert einerseits die Kontraktionskraft des Herzens, anderseits erweitert er die Gefäße, insbesondere Herzkranzgefäße, und verbessert so die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Man spricht hier von einem positiv inotropen Effekt. Viele Herzerkrankungen sind auf einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels zurückzuführen. Insbesondere Angina Pectoris und der Herzinfarkt gelten als Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Die Wirkung ist also einerseits mit Digitalis, andererseits mit einem ACE-Hemmer vergleichbar, allerdings über völlig andere Wirkmechanismen und bei anscheinend viel besserer Verträglichkeit, da die unerwünschten Wirkungen der Herzglykoside entfallen.

Weißdorntee ist ein altbewährtes Naturheilmittel und wird seit Jahrhunderten als ein Herz-Tonikum angewendet.

Weißdorn soll auch vorbeugend wirken. Nebenwirkungen sind selten, es können Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl oder Hautausschlag auftreten. Die Verträglichkeit während der Schwangerschaft ist nicht genau untersucht.

Heilwirkung: Weißdorn hilft gegen Herzbeschwerden; zur Stärkung der Herztätigkeit im Alter; bei leicht erhöhtem Blutdruck; bei Herzrhythmusstörungen; bei Nervosität und Unruhe.

Tagged , , , , , , , , , , , ,

Walderdbeere

Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – Beschreibung: Die Walderdbeere ist eine krautige, mehrjährige und wintergrüne Pflanze. Sie wird meist 5 bis 25 cm hoch und ist damit im Wuchs kleiner als die Gartenerdbeere. Die Stängel der rosettenförmigen Pflanze tragen jeweils nur wenige weiße, zwittrige, radiärsymmetrische, fünfzählige Blüten, die in den Monaten April bis Juni erscheinen und im Laufe des Sommers heranreifen. Bei ausreichend starkem Sonneneinfall tragen einzelne Pflanzen auch bis zum Winterfrost Blüten und Früchte.

Inhaltsstoffe: Walderdbeere enthält Gerbstoffe, Vitamin C, ätherisches Öl, flavonoide Verbindungen.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Kraut und Früchte.

Wirkung von Wald-Erdbeere und Anwendung: Erdbeeren kann man am besten frisch essen. Getrocknete Erdbeeren kann man als Tee trinken.

Mit Walderdbeeren werden auch heute noch gelegentlich Konfitüren und Marmeladen aromatisiert. Die grünen Kernchen der Früchte enthalten einen Bitterstoff, der erst nach ein paar Minuten beim Kochen zum Vorschein kommt. Konfitüre ausschließlich aus Walderdbeeren kann dadurch bitter schmecken.

In der Antike war die Walderdbeere als Heilpflanze unbekannt. Auch in den mittelalterlichen Kräuterbüchern wird sie nur vereinzelt aufgeführt. Große Beachtung fand sie dagegen in der Volksmedizin und im Volksglauben. Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes sind die Erdbeerblätter ein Heilmittel gegen Durchfall. Der Tee soll aber auch bei Nervosität und Blutarmut sowie Leber- und Gallenleiden und Hämorrhoiden wirken. Für den Tee wird ein Teelöffel gut getrockneter Erdbeerblätter mit einer Tasse Wasser aufgekocht und ungesüßt getrunken. Aber auch bei Würmern, Asthma und Menstruationsbeschwerden sollte die Walderdbeere hilfreich sein. Zusammen mit Brombeer- und Pfefferminzblätter sind Erdbeerblätter aber auch ein Haushaltstee. In diesem Fall werden die Blätter mit kochendem Wasser überbrüht und einige Minuten ziehen gelassen. Es werden für den Tee nur die jungen Blätter gesammelt, da die alten Blätter zu bitter sind. Die Erdbeerblätter der Kulturformen sollen sich nicht eignen.

Erdbeerblätter finden auch Anwendung bei leichten Formen von Diabetes. Durch die medizinische Wirkung des auch in Blättern und Wurzeln der Walderdbeere enthaltenen Ellag-Gerbstoffes, der günstig auf Halsentzündungen und Erkrankungen des Stoffwechselsystems wirkt, kam und kommt Erdbeeren eine große Bedeutung in der Volksmedizin zu, und viele Menschen schätzen diese Pflanze auch aus diesem Grund.

Heilwirkung: Walderdbeere wirkt adstringierend, blutreinigend, harntreibend und Blasengries, Blasensteine, Gicht, Leberprobleme, Nierengriess, Nierensteine, Rekonvaleszenz und Verstopfung.

Tagged , , , , , , , , , , ,

Veilchen

Veilchen (Viola odorata) – Beschreibung: Die Veilchenart ist vor allem wegen ihres süßen Dufts bekannt. Es handelt sich um eine in Europa heimische, rhizombildende, mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 10 cm erreicht. Die grasgrünen, ei- bis herzförmig geformten Blätter stehen in einer Rosette und sind schwach gekerbt. Blütezeit: Vom späten bis zum zeitigen Frühjahr erscheinen die kleinen violetten Blüten und sind eine der ersten Blumenblüten im Jahr.

Inhaltsstoffe: Das Veilchen enthält Saponine, Jonon, ätherische Öle, hohen Schleimgehalt, organische Säuren, in den Blüten Salizylsäureverbindungen, in der Wurzel das Alkaloid Odoratin.

Verwendete Pflanzenteile: Oberirdische Teile, Blüten und Veilchenwurzel.

Wirkung von Veilchen und Anwendung: Bereits Hippokrates verwendete Veilchen als Arzneipflanzen. Er empfahl es zur Austreibung für die tote Geburt, und Dioskurides nahm es als Magenmittel. Veilchen helfen bei Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis, Reizhusten und grippalen Infekten. Mit Veilchentee (ein Teelöffel getrocknete Blüten pro Tasse kochendem Wasser) gurgelt man bei Entzündungen des Halses und Schluckbeschwerden.

Die Inhaltsstoffe des Veilchens sollen sogar gegen bestimmte Krebsarten (Lungen-, Bronchial- und Brustkrebs) wirken. In der Homöopathie werden Veilchenverdünnungen bei Ohrenschmerzen, gewissen Augenkrankheiten und Keuchhusten verwendet; Veilchensirup wurde als Hausmittel Kindern bei Husten gegeben.

Heilwirkung: Veilchen wirkt abschwellend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erweichend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzlindernd, schweisstreibend und hilft bei Bronchitis, Husten, Atembeschwerden, Katarrhe der oberen Luftwege, Halsentzündung, Fieber, Grippe, Magenkatarrh, Rheumatismus, Gicht, Blasenentzündung, Nierenentzündung, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Epilepsie, Nervosität, Angstzustände, verschiedene Hautkrankheiten (wie Ekzeme, Pickel, Hautschuppen), Verrenkung und Quetschungen.

Tagged , , , , , , , , , , , ,

Steinklee

Steinklee (Melilotus officinalis) – Beschreibung: Der Gelbe Steinklee ist eine zweijährige bis mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 (bis 200) cm erreicht. Aufrechte Pflanze mit dreiteiligen, gezähnten Blättern und kleinen gelben Blüten.

Inhaltsstoffe: Steinklee enthält Glykoside, Melilotin, Cumarin, Flavonoide, Melilotsäure, Benzoesäure, Schleim, Cholin.

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut.

Wirkung von Steinklee und Anwendung: Wegen seines ausgedehnten Wurzelwerks kann der Gelbe Steinklee zur Befestigung von Kies- und Schutthängen verwendet werden. Wegen seines Nektarreichtums ist er bei Imkern sehr beliebt und wird daher auch gerne ausgesät. Die frischen oder getrockneten Blätter und die blühenden Triebe werden als pflanzliches Arzneimittel gegen Ödeme und als Venentonikum eingesetzt. Die Hauptwirkstoffe sind (bis zu 1 %) Cumarin, das enzymatisch aus Melilotosid bei Trocknung oder Verwundung des Pflanzengewebes gebildet wird neben Melilotin. Zur Anwendung kommen oft Fertigpräparate, damit Vergiftungserscheinungen durch Überdosierung vermieden werden. Die Anwendung ist in der Schwangerschaft kontraindiziert und bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Mitteln ist Vorsicht geboten. Das Cumarin ist aber auch verantwortlich für den angenehmen Duft des Steinklees nach Waldmeister. Das blühende Kraut wird deshalb auch nach Trocknung für Duftsträuße und zur Aromatisierung von Getränken verwendet.

Steinklee wird äußerlich in Form eines Breiumschlages, bei Prellungen, Verstauchungen und in Form von Auflagen, Kräuterkissen, Salben und Pflastern gegen Schwellungen, Entzündungen eingesetzt.

Innerlich als Tee (Steinklee Tee) oder Tinktur nimmt man ihn gegen Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne, Lymphstauungen und Hämorrhoiden.

Heilwirkung: Steinklee und Steinklee Tee wirken beruhigend und hilfen bei Kopfschmerzen, Migräne, Gelenkschmerzen, Geschwüre, Krampfadern, Blutergüsse, Rheumatische Gelenkentzündungen, Hämorrhoiden, Ödeme, Furunkel, chronische Bronchitis, Einschlafstörungen.

Tagged , , , , , , , , , ,