Aronstab

Aronstab (Arum maculatum) – Beschreibung: Der Gefleckter Aronstab ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimeter erreicht. Er ist ein Geophyt, der ein knolliges, walnussgroßes Rhizom als Überdauerungsorgan besitzt. Die dunkelgrünen, bei der Nominatform oft mit dunklen Flecken (daher der Name), Laubblätter sind breit pfeilförmig, lang gestielt und 10 bis 20 cm lang.

Die Pflanzen sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Der Blütenstand besteht aus dem sogenannten Kolben und der gelbgrünen Spatha. Araceae haben nur dieses eine Hochblatt, die Spatha, pro Blütenstand, es ist tütenförmig eingerollt. Am Kolben sitzen unten die weiblichen Blüten und darüber die fertilen männlichen (in der Mitte), über den fertilen männlichen Blüten sitzt ein Kranz steriler, borstiger Blüten. Die Bestäubung der Blüten erfolgt vor allem durch Schmetterlingsmücken. Die eingeschlechtigen Blüten haben keine Blütenhüllblätter. Die reifen Beeren sind leuchtend rot. Blütezeit ist im April und Mai.

Im frischen Zustand ist er sehr giftig, durch Trocknen lässt sich die Giftigkeit ein wenig reduzieren.

Inhaltsstoffe: Aronstab enthält Aroin, Lycopin, Coniin, Oxalat-Raphide, Oxalsäure, Stärke, Saponin, Glykoside, Calciumoxalat.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzelstock, Blätter.

Aronstab Wirkung und AnwendungWirkung von Aronstab und Anwendung: Aronstab wird in der Homöopathie selten bei Entzündung und Schwellung der Mund-, Rachen- und Kehlkopfschleimhäute mit Heiserkeit, Schleimbildung und krampfhaftem Husten mit Brennen, Stechen und Auswurf angewandt. Zur Herstellung der Urtinktur werden laut deutschem Homöopathischen Arzneibuch HAB 2005 die frischen, vor Entwicklung der Blätter gesammelten unterirdischen Teile verwendet.

In der Volksheilkunde wurde Aronstab bei Entzündungen des Magens und des Darmes mit Krämpfen, Brennen, Würgen und Auswurf blutigen Schleimes verwendet. Meist wurde die Droge in Tropfenform ein paar Mal am Tag mit einem Glas warmen Wassers genommen, oder auch zum Gurgeln. Da die Pflanze sehr giftig ist, muss von solch einer Verwendung abgeraten werden.

In der Schweizer Volksmedizin werden drei bis vier im März gepflückte erste Blätter in etwa einem Liter Kernobstbrand eingelegt und als Erkältungsmittel angewandt. Die Einnahme erfolgt kombiniert mit dem Konsum großer Mengen schweisstreibenden Tees (z.B. Hagebutte). Die Anwendung gilt als Rosskur und ist insbesondere bei Herzbeschwerden nicht empfohlen.

Heilwirkung: Aronstab wirkt schleimlösend, harntreibend, schweisstreibend und Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Asthma, Husten, Krampfhafte Bronchitis, Masern, Mumps, Rachenkatarrh, Scharlach, Schnupfen, Mundschleimhautentzündung, Rheuma, Verstauchungen und Furunkel.

Wichtige Hinweise: Aronstab ist giftig! Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder getrocknet und stark verdünnt anwenden.