Arnika

Arnika – Beschreibung: Die aromatisch duftende, mehrjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 60 cm. Der drüsenhaarige Stängel ist mit ein bis drei gegenständigen Laubblättern beblättert. Dies ist eine Ausnahme innerhalb der Korbblütengewächse. Die Grundblätter sind in Rosetten angeordnet und eiförmig bis lanzettlich und ganzrandig. Die Blätter sind vier- bis siebennervig und behaart.

Die meist einzelstehenden orangegelben körbchenförmige Blütenstände bekommen einen Durchmesser von etwa 4,5 bis 6 cm. Sie besitzen dottergelbe Röhrenblüten und vielnervige Zungenblüten. Die Blütezeit ist von Mai bis August.

Inhaltsstoffe: Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavone, Procyanidine, Helenalin, Arnicin, Beta-Sitosterol, Kampfer, Flavonoide, Inulin.

Verwendete Pflanzenteile: Blütenköpfchen.

Arnika Wirkung und AnwendungWirkung von Arnika und Anwendung: Alle Teile der Pflanze sind giftig; u. a. enthält Arnika das giftige Helenalin, deswegen sollte Arnika als Selbstmedikation nicht innerlich angewendet werden. Das Laub kann aufgrund des Wirkstoffes Arnicin Hautreizungen hervorrufen.

Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone vom Helenalintyp, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken. Auszüge aus Arnikablüten werden äußerlich bei stumpfen Verletzungen, z.B. Prellungen, Blutergüssen und Verstauchungen, oberflächlichen Venenentzündungen, Entzündungen im Mund- und Rachenraum, rheumatischen Beschwerden und zur Behandlung von Entzündungen nach Insektenstichen angewandt. Aufgrund der z. T. toxisch wirkenden Inhaltsstoffe, muss von einer innerlichen Anwendung abgeraten werden. Insbesondere bei längerer Anwendung oder bei entsprechend sensibilisierten Personen können durch Arnika selbst Hautausschläge hervorgerufen werden. Auszüge aus Arnika finden sich auch als Zusatz in Haarwässern, Zahncremes und anderen kosmetischen Produkten.

Arnika war in manchen Herz- und Kreislaufmitteln enthalten. Schon Johann Wolfgang von Goethe soll sein flatterndes Herz mit Arnikatropfen beruhigt haben. Moderne experimentelle Untersuchungen bestätigten die volksmedizinische Verwendung bei Herzschwäche. Die in der Arnika enthaltenen Flavonoide steigern die Durchblutung der Herzkranzgefäße, wodurch es zu einer verbesserten Leistung der Herzmuskulatur kommt. Allerdings kann es bei der innerlichen Einnahme bei zu hoher Dosierung zu gefährlichen Nebenwirkungen wie Schwindel, Durchfall, Herzrhythmusstörungen und Muskelzittern kommen, weshalb nur auf die exakt dosierten Fertigpräparate zurückgegriffen werden sollte.