Akelei Wirkung und Anwendung

Akelei (Aquilegia vulgaris) – Beschreibung: Die Gemeine Akelei ist eine kurzlebige, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern erreicht, etwa 45 cm breit wird und über ein kräftiges Rhizom verfügt. In der Mitte der lockeren Blattrosette wachsen lange, reichverzweigte Stängel, an deren Blütenzweigen die gespornten glockenförmigen Blüten sitzen. Akelei ist giftig.

Inhaltsstoffe: Akelei enthält Blausäure-Glykosid, Linolsäure, Myristinsäure, Magnoflorin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, Wurzel und Samen (Akelei Samen).

Wirkung von Akelei und Anwendung

Akelei wird heute noch in der Homöopathie verwendet, wo die Pflanze ähnlich wie früher in der Volksmedizin bei Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schwächezuständen und Hautkrankheiten eingesetzt wird. Ansonsten findet die Akelei in der modernen Pflanzenheilkunde keine Verwendung mehr. Heute stehen die Pharmakologen auf dem Standpunkt, dass die in der Akelei enthaltenen krebserregenden Glykoside in ihrer chemischen Struktur noch unvollständig bekannt sind. Generell schätzt man sie als eine Pflanze ein, die nicht mehr von medizinischem Interesse ist, da für ihre möglichen Einsatzgebiete andere und wirkungsvollere Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Getrocknete und zerstampfte Samen kann man bei Hautparsiten anwenden.

Heilwirkung: Sie wirkt adstringierend, blutreinigend, harntreibend, schweisstreibend und hilft bei Appetitlosigkeit, Gicht, Rheuma, Skorbut, Menstruationsbeschwerden, Nervosität, Schwächezuständen, Hautkrankheiten wie Ekzeme, Geschwüre, Fisteln, Parasiten und Läuse.

Akelei Wirkung und AnwendungWichtige Hinweise: Die Akelei zählt zu den Giftpflanzen, die neben Isochinolinalkaloiden wie beispielsweise Magnoflorin auch ein krebserregendes Blausäure-Glykosid enthält. Dieses Blausäure-Glykosid ist insbesondere in den Samen enthalten. Jedoch führt auch der Verzehr von 20 Gramm der bitter schmeckenden Blätter bereits zu leichten Vergiftungserscheinungen. Akelei Nebenwirkungen: Zu den Symptomen einer solchen Vergiftung gehören Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Herzbeschwerden und Benommenheit. Als Behandlungsmaßnahmen bei einer Vergiftung durch versehentlichen Verzehr kommen vor allem das Auslösen von Erbrechen und die Einnahme von Aktivkohle in Betracht.

Die in der Gemeinen Akelei enthaltenen Isochinolinalkaloide sind starke Reizgifte. Sie können auf der Haut Brennen, Rötung, Blasenbildung und eventuell sogar die Entstehung von Nekrosen auslösen.

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  1. Akelei Wirkung September 2, 2011