Adonisröschen Wirkung und Anwendung

Adonisröschen – Beschreibung: Gemeinsam ist allen Arten der Adonisröschen, dass sie einen walzenförmigen Fruchtstand haben, in dem jeweils viele kleine Nussfrüchte sitzen. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, mit fadenförmigen Fiederblättchen. Wie bei der Familie der Hahnenfußgewächse üblich, haben sie viele Staubblätter und viele Fruchtblätter. Je nach Art haben sie 5 bis 15 Blütenkronblätter. Die Vermehrung erfolgt durch Teilen oder Aussaat sofort nach der Samenreife. Die Art Adonis vernalis erreicht eine Wachstumshöhe von 20 bis 30 cm.

Inhaltsstoffe: Herzwirksame Glykoside (0,2-0,8 %) vom Cardenolidtyp, einem komplexen Spektrum aus 28 Vertretern, vor allem Cymarin und Adonitoxin. Alle bisher identifizierten Glykoside leiten sich von 5 Aglyka ab (Strophanthidin, Adonitoxigenin, StrophanthAdonisröschen Wirkung und Anwendungidol, Adonitoxoligenin, Strophadogenin), als Zuckerkomponenten treten neben D-Glucose auch 6-Desoxyzucker (D-Fucose, D-Digitalose, D-Rhamnose) und die Pentose D-Xylose auf. Weiter enthält die Droge etwa 1 % des Flavonol-C-Glykosyls Adonivernith.

Wirkung von Adonisröschen und Anwendung:

Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten ein Gemisch aus verschiedenen herzwirksamen Glykosiden, die die Herzleistung verbessern und zumindest im Tierversuch venentonisierend wirken und werden bei leichter Herzleistungsschwäche vor allem mit nervöser Begleitsymptomatik meist in Kombination mit anderen herzwirksamen Drogen eingesetzt.

Warnung! Die Pflanze bzw. die isolierten Cardenolide sind potenziell gefährlich und dürfen nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden.