Erkältung

Erkältung: Die Erkältung oder auch der grippale Infekt ist eine akute Infektionskrankheit der Nasen-, Hals- und Bronchialschleimhäute, die in erster Linie von Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht wird.

Symptome: In der Regel laufen die Symptome einer Erkältung in zeitlichen Phasen ab. Die ersten Anzeichen sind meistens Halskratzen bis hin zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, oft verbunden mit leichtem Frösteln. Als besonders typisches Erkältungssymptom tritt sehr oft zur gleichen Zeit eine Entzündung der Nasenschleimhäute auf, die auch Schnupfen (Rhinitis) genannt wird, sich überwiegend durch ein Brennen und Kitzeln in der Nase ankündigt und in der Regel mit Niesreiz und Kopfdruck ihren Höhepunkt am zweiten Erkrankungstag erreicht. Fast immer treten für einen Zeitraum von vier bis fünf Tagen Kopf- und Gliederschmerzen begleitend auf und manche Erkrankten fühlen sich dabei matt und abgeschlagen oder entwickeln sogar Fieber. Etwa ab dem sechsten Erkrankungstag kann sich auch ein trockener Reizhusten entwickeln, der im weiteren Verlauf manchmal in einen festsitzenden Husten übergeht.

Erkältung

Behandlung: Heilpflanzen, gegen Erkältung kann man es verwendet werden:

Ingwer Wirkung und Anwendung, Ingwertee

Ingwer (Zingiber officinale) – Beschreibung: Die Pflanze wird bis über einen Meter hoch. Das schilfartige Gewächs hat lange schmale Blätter und bildet einen Blütenstand mit gelb-roten Blüten.

Der Hauptspross des Ingwers besteht aus einem Rhizom, das in der Erde horizontal wächst. Die Pflanze bildet keine Hauptwurzel, was für Einkeimblättrige (Liliopsida) typisch ist. Die Wurzeln werden sprossbürtig als Adventivwurzeln angelegt.

Der Geruch des Ingwers ist angenehm aromatisch, der Geschmack brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz.

Inhaltsstoffe: Er enthält ätherisches Öl, Gingerole, Shogaol, Diarylheptanoide. Außerdem enthälten die Wurzeln auch Vitamin C, Zink, Magnesium, Eisen, Calsium, Kalium, Phosphor.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel.

Ingwer Wirkung und Anwendung

Ingwer Wirkung und Gesundheit, Ingwertee Wirkung. Der Ingwerwurzel enthält einen zähflüssigen Balsam (Oleoresin), der aus ätherischen Ölen und einem Scharfstoffanteil, den Gingerolen und Shoagolen, besteht. Zubereitungen aus dem Ingwerwurzelstock werden antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft-, Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältung verordnet.

Traditionelle Chinesische Medizin erwähnt die wärmende Wirkung und setzt er als Heilmittel unter anderem gegen Übelkeit und Durchfall ein.

Er regt den Stoffwechsel an und wird deshalb sehr oft zum Abnehmen verwenden. Das macht ihn zu einem guten Diätbegleiter.

Die antiemetische Wirkung von Ingwer scheint durch eine direkte Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt vermittelt zu werden.

Äußerlich angewandt hat er eine reizlindernde Wirkung insbesondere im Bereich von Schleimhäuten und Hautwunden.

Die Wurzel hilft als Tee (Ingwertee) oder Tinktur gegen Appetitlosigkeit und Magenprobleme.

Besonders gegen Übelkeit wirkt Ingwertee sehr gut. Auch vorbeugend gegen die Übelkeit während der Schwangerschaft.

Ingwertee WirkungIngwer wird häufig in der Getränke- und Lebensmittelindustrie und in Küche als Gewürz verwendet.

Heilwirkung: Ingwer wirkt antiemetisch, schleimlösend, entzündungshemmend und hilft bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Husten, Erkältung, Periodenkrämpfe, Blähungen, Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen vor allem bei der Reise- oder Seekrankheit, Magengeschwüren, Kopfschmerzen und Rheuma…

Kartoffel: Inhaltsstoffe der Kartoffel und Gesundheit

Kartoffel (Solanum tuberosum): Die Kartoffel ist vor allem aus der Küche bekannt und man findet diese in zahlreichen, verschiedenen Gerichten. Volksmedizinisch wird sie bei Augenschwellungen und Sodbrennen sowie als Schonkost bei Magen-, Darm-, Leber- oder Gallenkrankheiten verwendet. Kartoffeln sind in vielen Ländern ein beliebtes Gemüse und sie ist ein gesundes Lebensmittel.

Inhaltsstoffe der Kartoffel

Sie enthält Vitamine A, B1, B2, B6, C, E und K, Mineralstoffe, Stärke, Ballaststoffe und Spurenelemente. Sie ist schmackhaft und gesund, außerdem kalorienarm. 100 Gramm frische Kartoffeln entsprechen einer Energiemenge von etwa 298 Kilojoule, das entspricht 71 Kilokalorien.

Sie bestehen zu 77% aus Wasser und sind daher für eine bewusste Ernährung besonders geeignet.

Eiweiß liefert sie zwar in bescheidener Menge, dafür ist es aber vergleichsweise hochwertig. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß, das Kartoffeleiweiß verfügt also über eine hohe biologische Wertigkeit.

Pflanzenteile: Knolle

Kartoffel und Gesundheit

Kartoffelscheiben wurden aber auch als heilend auf Knochenbrüche gelegt, rohe Kartoffeln (auf der Stirn zerrieben) sollten gegen Kopfschmerzen helfen, und eine rohe Knolle – am Körper getragen – gegen Rheuma schützen.

Sie als Heilpflanze wirkt magenschonend. Man kann sie als Tee, Tinktur, Umschlag oder Bäder anwenden.

Außerdem können Kartoffeln offenbar sogar dabei helfen, Bluthochdruck zu bekämpfen.

Kartoffelsaft wird in der Volksmedizin innerlich bei Magenbeschwerden und äußerlich bei Verletzungen oder Geschwüren angewendet.

Hinweise: Alle grünen Teile des Gemüses enthalten Solanin. Auch grün gewordene Teile der Knolle. Sie eignen sich nicht zum Verzehr.

Giftpflanzen

Pflanze Einstufung Giftige Teile Folgen der Vergiftung
Alpenveilchen giftig Blätter, Knolle Krämpfe, Schwindel, Kreislaufstörungen
Aprikose Samen Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Krämpfe, Ohnmacht
Aubergine Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Bärenklau giftig alle Pflanzenteile Rötung, Blasen, Juckreiz
Bilsenkraut sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden, Halluzinationen
Blauregen giftig Samen, Hülsen Verdauungsstörungen, Kreislaufbeschwerden
Brechnuss alle Pflanzenteile, vor allem Samen Tod
Brunfelsia Wurzel Atemlähmung
Buchsbaum gering giftig – giftig alle Pflanzenteile, vor allem Blätter Erbrechen, Krämpfe, Tod
Christrose sehr giftig alle Pflanzenteile Herzbeschwerden
Dieffenbachien Grüne Teile, vor allem Pflanzensaft Hautreizung, Herzrhythmusstörungen bei oraler Einnahme
Efeu gering giftig – giftig alle Pflanzenteile in geringer Konzentration auch Heilwirkung, bei hoher Dosierung Magenbeschwerden, Fieber
Eiben giftig – sehr giftig Kern der Beere, Blattwerk, Rinde, Holz Bewusstseinsstörungen, Kreislaufkollaps, Atemlähmung
Einbeere sehr giftig alle Pflanzenteile Nierenschäden, ZNS-Störungen, tödlich
Engelstrompete sehr giftig alle Pflanzenteile Bewusstseinsstörungen, Sedierung, Tod durch Herzversagen
Eisenhut sehr giftig alle Pflanzenteile Unterkühlung, Herz-/Atemlähmung, Krämpfe, Tod
Gartenbohne sehr giftig rohe Bohnenhülsen und ihre Samen Erbrechen, Fieber, Krampfanfälle und Schock
Gefleckter Schierling sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Goldlack alle Pflanzenteile, vor allem Samen Hautreizung, Herzrhythmusstörungen
Goldregen giftig – sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Lähmung bis Atemstillstand
Hahnenfuß gering giftig – giftig alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Herbstzeitlose sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Samen Übelkeit, Tod durch zentrale Atemlähmung (20-40 mg)
Holunder Beeren (roh), Blätter, Triebe, Rinde Brechreiz
Hundspetersilie sehr giftig alle Pflanzenteile Tod
Hyazinthe gering giftig Zwiebel Brechreiz
Ignatius-Brechnuss Samen Atemnot, Krämpfe
Iris Stängelteil im Boden Verdauungsstörungen
Kartoffel giftig alle Pflanzenteile über der Erde, grüne Knollen Durchfall, Atemlähmung
Kirschlorbeer giftig Blätter, Samenkern Bauchschmerzen, Übelkeit
Maiglöckchen gering giftig – giftig Blätter, Blüten Herzrhythmusstörungen
Stinkende Nieswurz sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Krämpfe
Ongaonga Blätter Brennreiz mit Rötungen und Blasen, Nervenstörungen
Oleander giftig Blätter, Zweige Verdauungsstörungen
Rhabarber Blattspreite Krämpfe, Nierenstörungen
Rhododendron giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
Rittersporn alle Pflanzenteile Verdauungsstörungen
Ruhmeskrone alle Pflanzenteile Übelkeit, Atemlähmung
Schellenbaum alle Pflanzenteile Hautreizungen, Bewusstseinsstörungen
Seidelbast sehr giftig Beeren Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislaufstörungen
Stechapfel sehr giftig alle Pflanzenteile Fieber, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen
Taumel-Kälberkropf Grüne Teile, auch als Heu Lähmung
Tollkirsche sehr giftig alle Pflanzenteile, vor allem Beeren Halluzinationen, Tobsucht, Schüttelkrämpfe
Tomate Grüne Teile, unreife Früchte Durchfall, Atemlähmung
Wasserschierling sehr giftig alle Pflanzenteile Übelkeit, Brechreiz, Krampfanfälle
Weißer Germer alle Pflanzenteile, vor allem Wurzel Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemnot
Wunderbaum sehr giftig Samen Übelkeit, Fieber, Herzrhythmusstörungen

Andere Giftige Pflanzen:

Heilwirkungen – A

In vielen Fällen konnte zwar, auch nach streng wissenschaftlichen Gesichtspunkten, eine entsprechende Heilwirkung nachgewiesen werden, aber in einigen Fällen ist die mögliche Wirkung nicht nachgewiesen beziehungsweise rein spekulativer Natur.

Diese Abteilung enthält Heilpflanzen mit Buchstabe – A: wie Acker-Schachtelhalm, Adonisröschen, Akelei, Alant, Alpenveilchen, Alraunen, Aronstab, Artischocke, Andorn, Angelika (Engelwurz), Anis, Apfel, Arnika.

Pflanze Heilwirkung
Acker-Schachtelhalm Wundheilung, blutstillende Kraft, Rheuma, Gicht, Nieren, Harnwege, Ödeme, chronischer Husten
Adonisröschen Herzinsuffizienz
Akelei Nervosität, Schwächezustände, Hautkrankheiten
Alant Husten
Alpenveilchen Zyklusstörungen
Alraunen sehr giftig, Tod durch Atemlähmung
Aronstab Mund-, Rachen- und Kehlkopfschleimhäute, Heiserkeit, Schleimbildung, Husten, Magen, Darm
Artischocke Leber, fördert die Fettverdauung durch Anregung der Galle, hemmt die Cholesterinbildung im Blut
Andorn Schleimlösend und galletreibend
Angelika (Engelwurz) Magen-Darm, Rheuma, Bronchitis
Anis Husten, Krämpfe, Koliken, Blähung
Apfel Magen-Darm
Arnika Wundheilung, Herz, Rheuma

Oleander

Oleander (Nerium oleander) – Beschreibung: Oleander ist bis zu fünf Meter hoch, eine immergrüne verholzende Pflanze. Er hat lanzettförmige, ledrige, etwa 6 bis 10 cm lange dunkelgrüne Blätter, die normalerweise zu dritt, quirlförmig angeordnet, am Ast stehen. Die Blüten stehen zu mehreren in Trugdoldenblüte. Oleander ist eine Giftpflanze.

Inhaltsstoffe: Oleander enthält Oleandrin, Oleanolsäure, Herz-Glykoside, Alkaloid, Betulin, Cholin, Flavonglykoside, Rutin.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter.

Wirkung von Oleander und Anwendung: Wie auch Fingerhutextrakt wird Oleander in der Homöopathie eingesetzt. Es wird dort als blutdrucksenkend angesehen und soll zur Stärkung des Herzens und zur Heilungsunterstützung bei z. B. Darmentzündung dienen. Auch psychische Wirkungen durch das enthaltene (Reserpin) sind möglich.

OleanderOleander enthält das herzwirksame Glykosid Oleandrin. Es bewirkt Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfe in der Stärke des Giftes des roten Fingerhutes. Bei stärkerer Dosierung können Herzrhythmusstörungen und Blockierungen der Erregungsleitung am Herzen auftreten, die zum Herzstillstand führen und tödlich enden können. Manchmal gelangt das Gift bei der Arbeit mit der Pflanze durch kleine Wunden in die Haut und kann Reizungen auslösen. Da die Blätter des Oleander extrem bitter schmecken, ist die Gefahr gering, dass kleine Kinder Oleander im Garten verzehren könnten. Jedoch schreiben schon antike Dichter über die Wirkungen der Pflanze, und im Mittelalter ist der Saft der Pflanze gegen Mäuse und Parasiten verwendet worden. Auch der gelbe Oleander (Thevetia peruviana) gilt als besonders giftig.

Heilwirkung: Oleander wirkt blutdrucksenkend, harntreibend, schleimlösend, schweisstreibend und hilft bei Herzschwäche, Herzmuskelentzündung, Darmbeschwerden, Blähungen, Ekzem.

Odermennig

Odermennig (Agrimonia eupatoria) – Beschreibung: Der Gemeine Odermennig, auch als Ackerkraut genannt, wird bis zu 1,0 m hoch und zeichnet sich durch typisch unterbrochen gefiederte Blätter auf. Er hat tief im Boden verwurzelte Rhizome, aus denen die Stängel entspringen.

Inhaltsstoffe: Die wirksamen Pflanzenteile sind in den blühenden Sprossspitzen sowie in den Blättern enthalten. Die wichtigen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe des Catechintyps, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Triterpene, Gallotannine, Schleimstoffe, Pflanzensäuren sowie Kieselsäure.

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut

Wirkung von Odermennig und Anwendung: Das Odermennigkraut enthält Gerbstoffe, Schleimstoffe und Flavonoide, die eine adstringierende, entzündungshemmend und keimhemmende Wirkung haben.

Odermennig: Wirkung von Odermennigkraut und TeeEs kann als Tee (Odermennig Tee) innerlich und äusserlich verwendet werden.

Heilwirkung: Odermennig wirkt adstringierend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, harntreibend, leber- und galleanregend, appetitanregend, wurmwidrig, narbenbildend, wundheilend und hilft innerlich und äußerlich bei Appetitlosigkeit, leichten unspezifischen Durchfallerkrankungen, Verdauungsstörungen, Magenprobleme, Darmprobleme, Entzündungen der Mund und Schleimhaut, Blasenleiden, Nierenleiden, leichten oberflächlichen Entzündungen der Haut, Harnsteine, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Stimmbandreizung, Zahnfleischentzündungen, Leber- und vor allem Gallebeschwerden, Wunden, Halsweh, Heiserkeit, Rheuma, Wassersucht, Fieber.

Olive & Olivenöl und Gesundheit

Olive (Olea europaea) – Beschreibung: Der Olivenbaum, auch Echter Ölbaum, ist ein mittelgroßer Baum. Die mächtigen, weit auslaufenden Wurzeln des Olivenbaums reichen bis in eine Tiefe von 6 m. Der Olivenbaum ist eine immergrüne Pflanze, das heißt, er verliert zu keiner Jahreszeit all sein Laub, sondern mehrere Jahre alte Blätter werden jahreszeitunabhängig abgeworfen.

Inhaltsstoffe: Sie enthält Wasser 50 %, Öl 22 %, Zucker 19,1 %, Zellulose 5,8 %,  Proteine 1,6 % und Bitterstoffe. 6 Kalorien (118 kcal/100 g) für eine grüne Olive gegenüber 15 Kalorien (294 kcal/100 g) bei einer schwarzen Olive!

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Öl und Blätter.

Wirkung von Olive & Olivenöl und Anwendung

Aus den Oliven wird in der Hauptsache Olivenöl gepresst.

OliveDer Olivenbaum wird genutzt: als Nahrungsmittellieferant, durch seine Frucht, die weiterverarbeitet werden kann und als Lebensmittel genutzt wird. Direkt vom Baum ist die Olive jedoch wegen ihrer Bitterkeit kaum genießbar. Sie wird in eine Salzlake eingelegt, die ihr die Bitterstoffe entzieht, in der mediterranen Küche wird sie häufig in Brot, Ragouts, Salaten und Saucen verwendet. Ebenso wird aus ihr das Olivenöl gepresst, das vermutlich bekannteste Speiseöl. Es wird zum Braten und Kochen, aber auch für kosmetische Zwecke, zum Beispiel Hautkreme, verwendet.

Olive als medizinische Pflanze, speziell wegen seiner Blätter, die einen beruhigenden und schlaffördernden Effekt haben und das Immunsystem stärken sowie den Cholesterinspiegel senken. Das Öl ist gesund wegen des hohen Anteils an einfach ungesättigten Fettsäuren und wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem und den Fettstoffwechsel aus und verringert die Gefahr von Diabetes mellitus oder Krebs. Extra natives Olivenöl hat entzündungshemmende Wirkung. Der dafür verantwortliche Wirkstoff heißt Oleocanthal. Das Olivenöl soll einen großen Teil der gesundheitsfördernden Wirkung der sogenannten Kreta-Diät ausmachen.

Olivenöl ist ein wesentliches Element der Mittelmeerküche, wo es als Allzweckfett eingesetzt wird.

Kaltgepresstes Olivenöl galt schon in der Antike als Heilmittel, etwa gegen allerlei Hauterkrankungen äußerlich, oder gegen Entzündungen innerlich.

Heilwirkung: Olive und Olivenöl stärken Immunsystem und helfen bei Hauterkrankungen, Ekzeme, Neurodermitis, Leber stärkend, Verstopfung, Gallensteine, hoher Blutdruck.

Der Ölbaum im Koran: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Sein Licht ist gleich einer Nische, in der sich eine Lampe befindet: Die Lampe … Angezündet (wird die Lampe) von einem gesegneten Ölbaum, der weder östlich noch westlich ist, dessen Öl beinahe leuchten würde, auch wenn das Feuer es nicht berührte.“ (Die ungefähre Bedeutung des Al-Qur’an Al-Karim, Sure 24:35 „Das Licht“)

Wiesenknopf

Wiesenknopf Pflanze (Sanguisorba officinalis) – Beschreibung: Der Große Wiesenknopf ist eine bis zu 100 cm hohe krautige Pflanze. Der Stängel ist aufrecht, rund, gerillt und kahl. Die Blätter sind gefiedert, mit 3-6 Fiederpaaren. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite blaugrün. Die Blütenköpfchen sind 1-3 cm lang und bestehen aus ca. 20-40 zwittrigen Blüten. Die Blüten sind dunkel rot-braun und bestehen aus zwei Vorblättern und 4 Kelchblättern.

Inhaltsstoffe: Wiesenknopf enthält Vitamin C, Saponine, Gerbstoffe, Flavone und Tannine.

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel und Kraut.

Wirkung von Wiesenknopf und Anwendung

Wirkung von Wiesenknopf und AnwendungDie Art ist eine ausgezeichnete Futterpflanze und wird vom Vieh gern gefressen. In der Pflanzenheilkunde steht der Große Wiesenknopf seit dem Mittelalter in dem Ruf, ein gutes, blutstillendes Mittel zu sein, worauf auch der botanische Name hinweist. Auch die blutrote Farbe der Blütenköpfchen galt gemäß der Signaturenlehre als Zeichen für die blutstillenden Eigenschaften der Pflanze.

In vielen Gegenden ist der Große Wiesenknopf Bestandteil der Kräuterweihe.

Früher wurde der grosse Wiesenknopf gerne als Hausmittel angewandt, doch heute ist er nahezu in Vergessenheit geraten.

Heilwirkung: Wiesenknopf wirkt blutstillend, adstringierend, antibakteriell, entzündungswidrig, harntreibend, schmerzlindernd, tonisierend und Mundschleimhautentzündung, Magenschleimhautentzündung, Darmschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Mandelentzündung, Fieber, Durchfall, Nierenschwäche, Blutungen, Zu starke Menstruation, Wunden und Furunkel.

Weissdorn: Wirkung und Anwendung

Weißdorn – Beschreibung: Der Eingriffelige Weißdorn ist ein Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von 2 bis 6, selten bis 12 Metern erreicht und von anderen Weißdornarten nur schwer zu unterscheiden ist. Die Rinde ist dunkelbraun und weist orangefarbene Sprünge auf. Er hat Äste mit zahlreichen kräftigen Dornen und dichte Kronen. Ihre 5-7 Zentimeter langen Laubblätter sind bis zur Hälfte in drei bis sieben an der Spitze gezähnte Lappen geteilt; in den Nervenachseln befinden sich Haarbüschel. Die von Mai bis Juni vorkommenden Blüten sind in Gruppen von 5 bis 25 Stück angeordnet. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen, weißen Blüten haben einen Durchmesser von 8 bis 15 Millimetern. Ihre vielen Staubblätter sind rot. Sie haben nur einen Griffel. Die etwas in die Länge gezogenen 8 bis 10 Millimeter langen, eiförmigen, fleischigen Früchte sind dunkelrot und enthalten nur einen (Stein)Kern.

Inhaltsstoffe: Weißdorn enthält oligomere Procyanidine, Flavonoide.

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Blüten.

Wirkung von Weißdorn und Anwendung

Als Heilmittel wird der Weißdorn im europäischen Kulturraum erstmals im 1. Jahrhundert nach Christus von Dioskurides erwähnt. Die Verwendung von Heilkräutern wie beispielsweise Weißdorn ist aber auch Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auch von Indianerstämmen in Amerika ist bekannt, dass sie Weißdorn verwendeten.

Weissdorn Wirkung und Anwendung, Blutdruck, Tee, NebenwirkungenHauptindikation ist die chronische Myokardinsuffizienz im Anfangsstadium und als Folge davon ein zu niedriger Blutdruck. Volkstümlich finden Weißdornblätter mit Blüten aber auch breitere Anwendung, zum Beispiel bei Nervosität.

Weißdorn steigert einerseits die Kontraktionskraft des Herzens, anderseits erweitert er die Gefäße, insbesondere Herzkranzgefäße, und verbessert so die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Man spricht hier von einem positiv inotropen Effekt. Viele Herzerkrankungen sind auf einen Sauerstoffmangel des Herzmuskels zurückzuführen. Insbesondere Angina Pectoris und der Herzinfarkt gelten als Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Die Wirkung ist also einerseits mit Digitalis, andererseits mit einem ACE-Hemmer vergleichbar, allerdings über völlig andere Wirkmechanismen und bei anscheinend viel besserer Verträglichkeit, da die unerwünschten Wirkungen der Herzglykoside entfallen.

Weißdorntee ist ein altbewährtes Naturheilmittel und wird seit Jahrhunderten als ein Herz-Tonikum angewendet.

Weißdorn soll auch vorbeugend wirken. Nebenwirkungen sind selten, es können Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl oder Hautausschlag auftreten. Die Verträglichkeit während der Schwangerschaft ist nicht genau untersucht.

Heilwirkung: Weißdorn hilft gegen Herzbeschwerden; zur Stärkung der Herztätigkeit im Alter; bei leicht erhöhtem Blutdruck; bei Herzrhythmusstörungen; bei Nervosität und Unruhe.